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Klimawandel bedroht Hauswerte : Land unter

Wenn das Meer gewinnt, bleibt nur der Rückzug: Nach Sturmfluten im Januar 2017 steht von einem Imbiss am Steilufer von Usedom noch eine Ruine. Bild: dpa

Was, wenn der Klimawandel nicht aufzuhalten ist? Wo können wir im Jahr 2100 noch wohnen? Und wie können Hauseigentümer sich darauf vorbereiten?

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          Vier Häuser stehen am Abgrund. Tagelang hatte es im badischen Schopfheim wie aus Kübeln geschüttet, Schnee war geschmolzen, dann gab plötzlich der Boden nach. Der Erdrutsch im Februar dieses Jahres reißt 15.000 Tonnen hinab, zerdrückt eine Scheune, vier Einfamilienhäuser bleiben übrig, im Garten geht es jetzt fünf Meter in die Tiefe. Wer möchte in einem solchen Haus wohnen bleiben, geschweige denn es kaufen? Das eigene Zuhause, die Altersvorsorge, das nackte Leben bedroht, von einem Tag auf den anderen.

          Anne-Christin Sievers
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Hangabgänge sind in dieser Region keine Seltenheit, durch den Klimawandel werden sie aber noch zunehmen. Klimaforscher schlagen schon lange Alarm. Die Erde erwärmt sich schneller als gedacht, die Entwicklung verläuft exponentiell, der Kipppunkt steht unmittelbar bevor. Das Festlandeis in Grönland und in der Antarktis schmilzt rasant und lässt den Meeresspiegel steigen, Hitze und verschmutzte Luft machen das Leben in Metropolen zunehmend unerträglich. Starkregen, Stürme und Hochwasser könnten ganze Landstriche überfluten das Grundwasser verunreinigen und bis 2100 rund 640 Millionen Menschen zu Klimaflüchtlingen machen, insbesondere aus den armen Ländern der Welt. Doch auch in den reichen Ländern droht die Lebensgrundlage zu schwinden.

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