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Spielplatz, Kino, Gym : Jetzt wird zu Hause aufgerüstet

Wer genug Platz hat, kann im Sommer in seiner Outdoor-Küche kochen. Bild: Paulina Eichhorn

My home is my castle – das war vorgestern. Heute ist das Eigenheim nicht nur Schloss, sondern auch Schwimmbad, Café, Spielplatz, Kino, Restaurant und Gym. Sofern es an Platz und Geld nicht mangelt. Wer will da eigentlich noch ausgehen?

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          Outdoor-Küche: Stilvoll Brutzeln unter Bäumen

          Wer hat, dem wird gegeben – zum Beispiel eine Outdoor-Küche. Die ist nichts für den kleinen Balkon oder den Handtuchgarten vorm Reihenhaus, das können Sie sich abschminken. Für so eine Freiluft-Kochstelle braucht es schon mehr Platz. Mindestens eine großzügige Dachterrasse, besser noch einen großen Garten, damit man sie richtig in Szene setzen kann. Idealerweise mit Überdachung. Denn Outdoor heißt ja nicht zwingend, Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert zu sein. Seit die Küche im Freien trendet, ist das Angebot rasant gewachsen. Den mobilen Herd für draußen gibt’s längst im Baumarkt (zum Beispiel Modul Kansas Pro 4 SIK Turbo für rund 1000 Euro bei Toom). Ikea mit seinem Anspruch, das Wohnen zu demokratisieren, bietet eine Grill-Spül-Unterschrank-Kombi namens Grillskär für 869 Euro. Bei Küchen, gleich ob drinnen oder draußen, ist aber stets Luft nach oben. Wer mehr investieren will, der engagiert sich einen Gartenbauer mit entsprechender Expertise, sucht sich einen hochwertigen Modulanbieter wie zum Beispiel Flammkraft, Monolith oder vielleicht Red-Dot-Design-Gewinner Openair Kitchen und verwirkliche sich seine individuelle Außenküche mit allen Schikanen und zu Preisen, die deutlich fünfstellig sind. Dafür gibt’s Luxus pur. In den Biergarten muss man dann nicht mehr.

          Mit einem Baumhaus avanciert der heimische Garten zum bunten Abenteuerspielplatz.
          Mit einem Baumhaus avanciert der heimische Garten zum bunten Abenteuerspielplatz. : Bild: Paulina Eichhorn

          Spielplatz: Seilbahn deluxe

          Anne-Christin Sievers
          Redakteurin im Ressort „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Birgit Ochs
          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Judith Lembke
          Redakteurin im Ressort „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wer auf öffentlichen Spielplätzen unterwegs ist, kennt das: schlecht gewartete Wippen, Sandkästen voll Katzenkot, im Holzhäuschen liegen Glasscherben. Nicht erst seitdem Spielplätze im ersten Corona-Lockdown geschlossen waren, avanciert der heimische Garten zum bunten Abenteuerspielplatz – zumindest bei denen, die ein Haus mit Grundstück ihr Eigen nennen. Sandkasten, Schaukel und Rutsche gehören zur Minimalausstattung. Heute wird für die Kleinen ganz anders aufgerüstet: Die einen stellen sich ein Spielhaus (etwa von Smoby oder Kidkraft) mit Terrasse, ein Riesentrampolin mit Bungeeseil (JumpXFun) oder gleich eine ganze Hüpfburg (Costway oder Intex) auf den Rasen, die anderen legen einen Parcours an, auf dem die Kinder mit dem Elektroauto ihre Runden drehen. Vom Baumhaus (Baumbaron oder Baumraum) in den Wipfeln schwingen sich die kleinen Tarzane mit Seilbahnen von Ast zu Ast (Joda, Cable-Ride). Multispielgeräte im Ritterburg- oder Piratenschifflook liegen im Trend. Das Klettergerüst Dancing Dragon von Wickey zum Beispiel bietet für 3850 Euro Wackelbrücke, Wellenrutsche mit Wasseranschluss, Boulderwand und Kletternetz. Das toppt fast jeden Spielplatz.

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