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Weiterbildung vom Bund : Qualifizierter Hausverwalter gesucht!

Mehr als Kosmetik: Eine gute Hausverwaltung kann einschätzen, welche Maßnahmen notwendig sind, damit die Bausubstanz nicht leidet. Bild: plainpicture/Mastahkid

Fehlerhafte Abrechnung, falsche Beratung, verschleppte Sanierung: Viele Hausverwalter sind den Anforderungen nicht gewachsen. Der Bund hat ihnen nun Weiterbildung verordnet. Ob das hilft?

          5 Min.

          Martin Kaßler hat keine Lust, den Pessimisten zu spielen. Deshalb macht der Geschäftsführer des Dachverbands Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) zunächst gute Miene zur Änderung der Makler- und Bauträgerverordnung, die der Bundesrat in der letzten Aprilwoche beschlossen hat und die auch die Verwalter betrifft. Vom 1. August an sind diese gesetzlich verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden. Wohlwollend betrachtet, könnte man sagen: immerhin, meint Kaßler. Doch auch bei allem guten Willen – letztlich fällt ihm zu dieser Verordnung nur ein kleines böses Wort ein: „Farce“.

          Birgit Ochs

          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nicht, weil gegen mehr Bildung in der Immobilienverwaltung etwas einzuwenden wäre. Im Gegenteil. Wohnhäuser sind schließlich nicht einfach nur irgendwelche Objekte. Für diejenigen, die ihr Geld darin investiert haben, sind sie eine (langfristige) Wertanlage, und für diejenigen, die darin leben, ihr Zuhause. Dementsprechend müssen Verwalter kaufmännisch auf Zack sein, sich auf korrekte Buchhaltung verstehen, Konten pflegen und Wirtschaftspläne für die Eigentümergemeinschaften (WEG) erstellen. Zudem gilt es, sich mit Gewährleistungsfristen ebenso auszukennen wie mit Versicherungsfragen. Überdies sollten sie juristisch versiert sein, damit die WEG-Beschlüsse nicht anfechtbar sind. Selbstredend, dass sie die gängigen mehr als 60 Gesetze und Verordnungen etwa zur energetischen Sanierung und dergleichen parat haben.

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