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Blümchen und Security : Wenn Anwohner ihre Stadt umgestalten

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Bitte höflich! Einst schlossen sich die Anrainer zusammen, um sich gegen Verwahrlosung und Niedergang zu stemmen, so wurder der Union Square in Manhatten der erste Business Improvement District. Bild: Juliane Wiedemeier

Was passiert mit öffentlichen Plätzen und Straßen, wenn Anlieger für deren Pflege zahlen? In New York ist genau das passiert und damit war der erste Business Improvement Distrikt geboren.

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          An den grasgrünen Tischen unter den blauen Sonnenschirmen am Rande des großen Platzes fehlt es an nichts. Die Schüssel mit Wildreis, Hummus und Avocado und die hausgemachte Limonade stammen vom Bistro nebenan. Das Handy hängt am Kabel einer der solarbetriebenen Ladestationen. W-Lan gibt es gratis. Und die riesigen Blumentöpfe halten den Verkehr auf Abstand, der um die Mittagszeit über die 17th Street im Süden Manhattans braust.

          „Welcome to Union Square“ steht auf einem großen Aufsteller, darunter ein paar Regeln, die in dem Mekka für Mittagspäusler mitten in New York gelten. Höflich soll man sein, den Abfall entsorgen, und Rauchen ist übrigens nicht erlaubt. Bei Fragen und Probleme helfen die freundlichen Herren in grünen Poloshirts, die hier omnipräsent sind, Tische abwischen und auch sonst für Ordnung sorgen. Die 911 als offizieller Notruf in den Vereinigten Staaten ist nur als Kontakt für absolute Notfälle genannt.

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