Das zählt für jeden Hauseigentümer
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Begehrte Häuser in Stuttgart: Gerade für ältere Bauten wird die Grundsteuer so manches ändern. Bild: dpa
Für die neue Grundsteuer muss jedes Haus neu bewertet werden. Das bringt viel Aufwand für die Eigentümer mit sich. Was zu beachten ist.
Schneller als gedacht holt den Eigentümer eines Hauses die Grundsteuer ein. Schon bald sind Daten für die Neuberechnung der kommunalen Grundsteuer vorzulegen, deren Höhe jede Gemeinde selbst festlegt und die ihnen insgesamt fast 15 Milliarden Euro an Einnahmen im Jahr beschert. Da der Eigentümer die Steuer an seine Mieter über die Nebenkostenabrechnung weiterreicht, zahlt jeder dafür, der in dem Ort wohnt. Wenn eine Stadt die Grundsteuer erhöht, steigen sogleich die Wohnkosten. Auch die Neuregelung kann für höhere Zahlungen sorgen.
Kompliziert macht die Grundsteuer allerdings, dass durch deren Reform vom Jahr 2025 an nun neue Berechnungen gelten: Diese variieren von Bundesland zu Bundesland und sollen sich vor allem auf aktuelle Grundstückswerte stützen. Bisher beruht deren Berechnung noch teilweise auf alten Werten, die im Westen aus dem Jahr 1964 und im Osten aus dem Jahr 1935 stammen. Das hatte das Bundesverfassungsgericht als Ungleichbehandlung angemahnt. Die Folgen spürt nun bald rasch jeder Eigentümer: Zum Stichtag 1. Januar 2022 müssen rund 35 Millionen Immobilien in Deutschland neu bewertet werden. Damit kommt jetzt Arbeit auf alle Eigenheimbesitzer und Vermieter zu, die verschiedene aktuelle Daten über ihre Häuser vorweisen müssen.
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