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Trend auf dem Wohnungsmarkt : Möbel machen Mieten teuer

Sofa, Tisch und Stühle sorgen für Rendite. Bild: Shutterstock

Immer mehr Vermieter bieten ihre Wohnungen möbliert an. Mieterschützer befürchten, dass so die Mietpreisbremse umgangen wird.

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          Die Wohnung wirkt wie aus dem Katalog: Die Einrichtung skandinavisch, ein bisschen Farbe, aber nicht zu viel, eine große Leuchte als Blickfang an der Decke. Unter der Beschreibung auf Deutsch gibt es auch noch eine englische, spanische und italienische Version. Allerdings hat der gefällige Look seinen Preis: 48 Quadratmeter Altbau in Berlin Prenzlauer Berg kosten knapp 1700 Euro und damit mehr als 35 Euro je Quadratmeter. Dafür sind aber auch Geschirrspüler, superschnelles Internet und Fernsehen samt Streamingdienst inklusive.

          Judith Lembke

          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wer aktuell auf einem Internetportal nach einer kleinen Wohnung in München, Berlin oder Frankfurt sucht, stößt auf unzählige dieser Inserate, in einigen Quartieren scheinen mehr möblierte Wohnungen angeboten zu werden als unmöblierte. Das Gefühl trügt nicht: „Das Angebot an möblierten Wohnungen hat stark zugenommen“, sagt Lorenz Thomschke vom Forschungsinstitut Empirica. Während es 2012 noch etwa 150.000 möblierte Inserate gegeben habe, sei die Zahl 2018 auf 230.000 gestiegen.

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