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Garten : Etwas Bio in Deutschland, etwas Party in China

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Herziger Thujabusch: Rentner Hermann Hoferer macht aus seinen Gartensträuchern und -büschen Skulpturen. Bild: dpa

Zeige mir deinen Garten, und ich sage dir, wer du bist: Rund um den Erdball haben Freizeitgärtner ganz unterschiedliche Vorlieben. Der Küchengarten gilt aber als Favorit. Zehn Trends.

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          Wer ein Häuschen mit Garten kaufen will, muss dafür schon etwas mehr Geld auf den Tisch legen. Denn das grüne Wohnzimmer ist ein Pfund, mit dem der Immobilienverkäufer wuchern kann - und zwar überall auf der Welt. Dabei wird der eigene Garten in den einzelnen Ländern aus unterschiedlichen Gründen geschätzt, wie eine aktuelle Studie der Gartengerätehersteller Husqvarna und Gardena herausgefunden hat.

          Während die Deutschen lieber ein bisschen ihr Ökogewissen beruhigen und Biogemüse anbauen, unterstreichen die Australier ihre Lässigkeit, indem sie der Natur freien Lauf lassen. Und die aufstrebende Mittelschicht in Polen zeigt wiederum gern mit künstlerisch gestalteten Gärten, dass sie sich einen Gärtner leisten kann, wovon wiederum die Chinesen nur träumen können.

          Um das herauszufinden, haben die beauftragten Trendforscher von „Kairos Future“ nicht etwa Gartenmagazine durchforstet, Statistiken gewälzt oder Umfragen gestartet, sondern dem Internet-Volk auf die Finger geschaut: Sie sichteten mehr als 1,4 Millionen Blogeinträge aus Internetforen in 13 Ländern und katalogisierten die Ergebnisse zu den „Top-Ten-Gartentrends“ in aller Welt.

          Der Balkon als Gartnersatz
          Der Balkon als Gartnersatz : Bild: dpa

          Trend 1: Der Küchengarten

          Freizeitgärtner in China, Brasilien, Australien, Großbritannien, Südafrika, Frankreich, Polen, Russland, Dänemark und Deutschland lieben den Küchengarten und machen ihn zum beliebtesten privaten Grün der Welt. Dass die Verbraucher immer öfter ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen wollen, hat in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise durchaus finanzielle Gründe. Aber die Freizeitlandwirte wollen auch wissen, wo das Obst und Gemüse auf ihrem Teller herkommt - und welche Pflanzen und Mittelchen für die Kultivierung verwendet wurden. Während Möhren, Salat und Kartoffeln den Geschmack auf dem ganzen Erdball treffen, ist die Wahl der Früchte und Beeren eher lokal geprägt. Und natürlich dürfen auch Kräuter nicht fehlen.

          Trend 2: Der Biogarten

          Pestiziden & Co. stehen immer mehr Verbraucher skeptisch gegenüber. Ähnlich dem Küchengarten wird daher der Anbau von Öko-Lebensmitteln immer beliebter - wobei die Biogärtner in Australien, Frankreich, Deutschland, Russland, den Vereinigten Staaten und Großbritannien auch vor dem Hintergrund der heißdiskutierten drohenden Klimakatastrophe ein bisschen die Welt retten wollen. Dementsprechend ist ihr gesamter Lebensstil grün angehaucht. Was sie zum Beispiel nicht selbst anbauen, kaufen sie beim Biohändler oder beim Bauern um die Ecke. Und haben beim Gärtnern stets das gute Gefühl, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. In Deutschland ist der Biogarten übrigens der beliebteste Garten, noch vor dem Küchengarten.

          Trend 3: Der Wohlfühlgarten

          Das Leben ist stressig, ein ruhiger Rückzugsort dementsprechend begehrt: Cocooning heißt die Flucht ins Private auf Neudeutsch. Immer mehr Menschen finden inzwischen im eigenen Garten die Ruhe der Natur. Vor allem für die weiblichen Blogger in China, Frankreich, Deutschland, Schweden, Großbritannien und den Vereinigten Staaten ist der eigene Garten dieser Tage der Ort zum Abschalten schlechthin. Dort können sie sich erholen, Kraft tanken und wieder eine engere Beziehung zur Natur aufbauen.

          Trend 4: Der Künstlergarten

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