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Vorteile und Fallstricke : Haus zu verschenken

Heute schon an morgen denken: Wer sein Haus zu Lebzeiten den Kindern vermacht, muss einiges bedenken. Bild: INTERFOTO

Das Eigenheim schon zu Lebzeiten an die Nachkommen weiterzugeben hat Vorteile. Man kann Steuern sparen oder dafür sorgen, dass das Haus in die gewünschten Hände gelangt. Trotzdem sollte eine Schenkung gut überlegt sein.

          6 Min.

          Häuser und Wohnungen werden in Zeiten steigender Kaufpreise immer wertvoller. Wer eine Immobilie in Großstädten wie Hamburg, Frankfurt oder München besitzt, hat hohe Summen zu vererben, die für die Bedachten einem Gewinn im Lotto gleichen. Laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach enthalten mehr als die Hälfte der Nachlässe, die in den nächsten Jahren in Deutschland von einer Generation auf die andere übergehen, auch Immobilien. Wer das Eigenheim an seine Nachkommen weitergeben will, sollte sich frühzeitig Gedanken machen, ob er sie vererben oder zu Lebzeiten verschenken will. Denn es gibt einige Vorteile, die eine Schenkung attraktiv machen.

          Anne-Christin Sievers
          Redakteurin im Ressort „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der wohl wichtigste Vorzug sind steuerliche Ersparnisse: „Grundsätzlich werden Schenkung und Erbe zwar gleich besteuert, bei hohen Vermögen lohnt sich eine Schenkung aber, vor allem wegen der Freibeträge“, erklärt Udo Völlings, Fachanwalt für Familienrecht aus Köln. So können Ehe- oder eingetragene Lebenspartner eine Immobilie bis zu einem Wert von 500.000 Euro erben oder geschenkt bekommen, ohne darauf Steuern zahlen zu müssen. Für Kinder liegt der Freibetrag bei 400.000 Euro, für Enkel bei 200.000 Euro und für alle anderen bei 20.000 Euro – egal, ob es sich um den Neffen, die Schwester, den Lebenspartner, mit dem man nicht verheiratet ist, oder den Nachbarn handelt.

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