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Co-Living : Willkommen in der Blase

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Praktisch, spielerisch, gesellig: Co-Living-Anlagen wollen möglichst viele Bedürfnisse abdecken – manchmal auch gleichzeitig. Bild: WeLive

Co-Living ist etwas für Großstädter – zumindest bisher. Nun soll ein ganzes Dorf nach dem Konzept des gemeinschaftlichen Lebens entstehen. Ob das passt?

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          Treffpunkt St. Oberholz, klar. Welchen Ort in Berlin sollte Frederik Fischer auch sonst für dieses Gespräch vorschlagen? Als das Café am Rosenthaler Platz 2005 eröffnete, war es der Vorbote einer Veränderung. Mit dem St. Oberholz kam Co-Working nach Deutschland: Laptop mitbringen, Kaffee bestellen und losarbeiten. „Digitale Bohème“ nannten sich die Freiberufler, die ihr Arbeitsleben auf diese Art gestalteten.

          Mittlerweile finden sich Co-Working-Spaces im ostwestfälischen Verl und in Freiberg in Sachsen. Doch die Entwicklung geht weiter. Nach dem Arbeitsplatz haben die kreativen Vordenker aus Berlin-Mitte das Wohnen als ihre neue Spielwiese entdeckt. Durch die steigende Mieten in den großen Städten werden eigene Wohnungen immer teurer, während die Bereitschaft zu teilen stetig wächst. Die logische Konsequenz erinnert an die gute, alte Wohngemeinschaft, trägt aber einen hippen, internationalen Namen: Beim Co-Living mieten Berufstätige möblierte Zimmer und teilen sich durchgestylte Gemeinschaftsflächen wie Wohnzimmer, Küche, angeschlossenen Co-Working-Space sowie Pförtner und fest gebuchte Reinigungskraft. Kreative leben von Netzwerken. Leben sie unter Ihresgleichen, können sie diese nicht nur während der Arbeit, sondern auch über der Müsli-Schüssel am Morgen und abends beim Bier knüpfen.

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