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Bauschäden : Teurer Pfusch und blanke Nerven

Alles stabil am Bau? Bild: dpa

Auf Deutschlands Baustellen läuft einiges schief: Unternehmen unter Zeitdruck und schlecht ausgebildetes Personal sorgen vermehrt für Schäden an Neubauten. Doch Bauherren können vorbeugen.

          6 Min.

          Ein großes Gästezimmer sollte das neue Haus haben, das war Familie Simon besonders wichtig. „Wir bekommen oft Besuch“, sagt Bauherr Dirk Simon. Nun hat der Neubau in der Nähe von Potsdam ein großes, komfortabel eingerichtetes Gästezimmer – aber geschlafen hat dort seit mehr als einem Jahr niemand mehr. Im Raum blüht der Schimmel.

          Judith Lembke

          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Als die Familie vergangenes Jahr aus dem Sommerurlaub zurückkam, entdeckte sie, dass sich eine Wand des Gästezimmers grünschwarz verfärbt hatte. An anderer Stelle im Wohnkeller des erst zwei Jahre zuvor bezogenen Bungalows fanden sich Salpeterausblühungen – ebenso wie Schimmel ein untrügliches Zeichen für Feuchtigkeit in der Wand. Der Architekt, der das Haus geplant hatte, und der Rohbauer taten die Schäden als „Lüftungsproblem“ ab, das sich durch konsequentes Öffnen der Fenster und Heizen von selbst lösen würde. Der herbeigerufene Sachverständige sah die Sache nicht so locker. Er tippte auf eine falsche Abdichtung. Die Vermutung bestätigte sich, nachdem Simon einen Sichtungsschacht graben ließ und ein Gutachter die Abdichtung überprüfte: Sie ist mangelhaft, laufend dringt Feuchtigkeit in die Kellerwände.

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