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Hauswände mit Botschaft : „Mit der Zeit bin ich richtig detailversessen geworden“

  • -Aktualisiert am

Das Keramikbild in Eisenhüttenstadt ist dem Stadtumbau Ost zum Opfer gefallen. Bild: Martin Maleschka

Wandmalereien, Mosaike, Betonreliefs: In der DDR war Kunst am Bau allgegenwärtig. Nun droht sie zu verschwinden. Der Architekt und Fotograf Martin Maleschka dokumentiert, was davon noch übrig ist.

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          Baubezogene Kunst gehörte zum sozialistischen Neubau. Auf Foto-Streifzügen durch Ostdeutschland sucht der Architekt und Fotograf Martin Maleschka auch ein Stück seiner eigenen Geschichte: Viele ostdeutsche Städte sind geschrumpft, Häuser verschwunden. In Cottbus, seinem Wohnort, unterhält Maleschka ein Archiv der „Ostmoderne“.

          Herr Maleschka, wir haben uns hier im Hof eines Plattenbaus in Eisenhüttenstadt verabredet, genau dort, wo Sie die ersten Jahre Ihrer Kindheit verbrachten. Es ist ziemlich ruhig um uns herum, viele Wohnungen scheinen leer zu stehen.

          Ja, und es werden auch keine Wohnungen mehr neu belegt. In zehn Jahren wird hier alles abgerissen sein. Dort vorn sind schon vier Blocks weg, in einem von den vieren habe ich als Kind gewohnt. Bald ist hier alles grüne Wiese.

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