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Alternative Carport : Schlanke Lösung

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Seit einigen Wochen verzeichnen Verkäufer ein großes Interesse an Solar-Carports

Seit einigen Wochen verzeichnen Verkäufer ein großes Interesse an Solar-Carports Bild: ddp

Carports gelten als gute Alternative zur Garage - neben dem Kostenargument gewinnt auch der gestalterische Aspekt an Bedeutung. Um Konflikte mit Behörden und Nachbarn zu vermeiden, sollten sich Hauseigentümer vorab informieren.

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          Als Familie Beckert ihr neues Zuhause plante, stand eine Garage nicht zur Debatte. „Das hätte zu unserem Holzhaus gar nicht gepasst“, sagt Martina Beckert, „außerdem fehlte uns der Platz für eine Doppelgarage.“ Die Wahl fiel schließlich auf einen Doppelcarport – aus Holz, versteht sich. Der bietet nicht nur Raum für zwei Fahrzeuge, sondern auch für einen gut 18 Quadratmeter großen Geräteraum. Alles unter einem Dach. Grau gestrichen fügt sich der Carport harmonisch ins Gesamtbild des Anwesens ein.

          Carport oder Garage? Oft entscheidet der Preis. Ist das Wohnhaus errichtet, das Budget erschöpft und der Kreditrahmen ausgereizt, fehlt vielen Bauherren das Geld für ein passendes Dach über der Kühlerhaube. Als kostengünstige Lösung kommt dann häufig der Carport ins Spiel. An Angeboten mangelt es nicht: Die Palette reicht vom Bausatz zur Selbstmontage bis zum individuell geplanten und vom Fachbetrieb errichteten Designer-Carport. Zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro bewegt sich die Preisspanne. Um Interessenten die Entscheidung zu erleichtern, bieten mehrere Anbieter im Internet Online-Kalkulationen an.

          Besser durchlüftet, weniger Sicherheit

          „Meist lassen sich unsere Kunden erst einen einfachen Carport montieren, der vor allem preiswert ist“, berichtet Kersten Schmidtke. Einige Jahre später, wenn das Geld wieder lockerer sitzt, komme dann bei vielen Hausbesitzern der Wunsch nach einem ansprechenderen Carport auf. Der Inhaber der Schmidtke & Co. Holzveredelung GmbH in Greifswald verzeichnete in den vergangenen Jahren eine wachsende Nachfrage, der Trend gehe zu „individuellen Komplettlösungen“. Ähnlich äußert sich Marcus Seidel, Geschäftsführer von carports.de. Zwar schauten die Kunden nach wie vor auf den Preis, doch die Optik spiele eine immer größere Rolle, hat der Berliner beobachtet.

          Ohnehin gebe es eine Vielzahl von Gründen für einen Carport, sagen Schmidtke und Seidel unisono. Beide verweisen auf den Witterungsschutz: Das Fahrzeug werde gleichermaßen vor Regen wie vor permanenter Sonneneinstrahlung und Überhitzung geschützt, auch Frost und Hagel könnten dem untergestellten Auto wenig anhaben. Gleiches lässt sich allerdings auch für einen ummauerten Stellplatz behaupten, weshalb Carport-Fans vor allem ein Argument ins Feld führen: Die offene Bauweise ermöglicht eine bessere Durchlüftung, ein nasser oder feuchter Pkw kann schneller trocknen als in einer Garage; damit wird der Rostbildung vorgebeugt. Dem steht indes das Manko gegenüber, dass ein Carport weniger Schutz vor Diebstahl und Gewalteinwirkung bietet, und auch Nager haben bei einem Carport leichteres Spiel, denn der Zutritt zur Garage ist ihnen in der Regel verwehrt.

          Profitiert die Branche vom Fukushima-Faktor?

          Viele Versicherungen räumen Garagenbesitzern deshalb einen Rabatt ein, doch dürften wenige Euro Ermäßigung im Jahr wohl kaum den Ausschlag dafür geben, sich gegen den Kauf eines meist deutlich kostengünstigeren Carports zu entscheiden, gibt Katrin Rüter vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu bedenken. Zumal seit einigen Jahren eine Tendenz zum Diebstahl hochwertiger Fahrzeuge festzustellen sei, und hierbei ließen sich die Täter im Zweifel auch nicht von verschlossenen Garagentoren abschrecken, meint Rüter.

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