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Gesucht: Günstiger Wohnraum : Die Krux mit den Neubauten

  • -Aktualisiert am

Wenn nur noch Zynismus hilft: Die Suche nach einem bezahlbaren Dach überm Kopf gestaltet sich immer schwerer. Bild: Karsten Thielker

Hohe Immobilienpreise und Mieten machen den Menschen in den Ballungszentren Angst. Die Politik setzt auf mehr neue Bauprojekte – doch das kann dauern.

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          Es war eine bewusste Provokation: Als vor einigen Tagen der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums ein Gutachten zur Wohnungspolitik vorstellte, glich dies einer Generalabrechnung mit der Arbeit der großen Koalition. Die Mietpreisbremse solle nicht verschärft, sondern abgeschafft werden. Der soziale Wohnungsbau nicht wachsen, sondern schrumpfen. Der Immobilienmarkt, so der Rat des 38-köpfigen Gremiums, funktioniere am besten, wenn man ihn den Regeln der Marktwirtschaft überlasse. Wer die daraus resultierenden Mieten nicht bezahlen könne, dem solle die Politik mit einem höheren Wohngeld helfen.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Es folgte ein Aufschrei quer durch alle Parteien, mit Ausnahme der FDP. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) distanzierte sich ebenso von dem Gutachten wie die für die Mietpreisbremse zuständige Justizministerin Katarina Barley (SPD). Sie bezeichnete die Ratschläge gar als „unverantwortlich“. Die Politiker wissen, dass kaum ein Thema die Menschen in den Ballungszentren derzeit so sehr umtreibt wie die rasant gestiegenen Mieten und Immobilienpreise.

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