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Grüne Revolution in Duisburg : Refugium am Hochofen

  • -Aktualisiert am

Es lebe die Natur: Der Duisburger Landschaftspark wird immer grüner. Bild: Eckel, Jochen/SZ Photo/laif

Wieso wächst ein Farn aus dem Mittelgebirge im Ruhrgebiet? Im Landschaftspark Duisburg Nord erobert die Natur Industriebrachen zurück – und sorgt dabei für einige Überraschungen.

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          Gelb leuchten die Blüten des Greiskrauts vor dem Rost der Gleise. Moos überzieht Schrauben und Schotter. Wilder Wein, in dieser Jahreszeit blutrot, rankt vor grauem Beton. Aus Ritzen der Mauern wachsen Farne, aber auch armdicke Birken, die bald ihre Blätter wie Goldtaler zu Boden fallen lassen. Wo sich Natur und Relikte menschlicher Aktivitäten verbinden, kann ästhetisch Interessantes entstehen. Vergängliches hat Charme. Die Spuren der Zeit wirken romantisch, wenn der Aspekt des Wilden dazukommt. Nicht nur bei antiken, sondern auch bei vergleichsweise jungen Ruinen. Etwa in einem vor gut dreißig Jahren stillgelegten Hüttenwerk.

          Ästhetische Aspekte finden sich im Landschaftspark Duisburg Nord auf Schritt und Tritt. Tagelang könnte man das rund 200 Hektar große Gelände durchstreifen und immer wieder kunstvolle Verbindungen von Pflanzen und einstiger Industrie entdecken. Doch das Ästhetische ist nur eine Begleiterscheinung, ein Aspekt, der für den Landschaftsarchitekten Peter Latz gar nicht im Vordergrund stand, als er in den späten achtziger Jahren des zurückliegenden Jahrhunderts das Konzept für den Landschaftspark entwickelte. Vielmehr ging es ihm um ökologische Fragen: Wie mit den Altlasten eines Industriegeländes umgehen? Und wie kann auf diesem Raum ein möglichst großes Artenspektrum gesichert werden?

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