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Die schönsten Hängematten : Für Freischwinger

Süßes Nichtstun: In der eigenen Hängematte kann man den Sommer gut aushalten. Bild: AMAZONAS Ultra-Light

Das Schönste an Hängematten ist, dass man so schwer wieder rauskommt. Also versuchen Sie es gar nicht erst! Ein Blick auf das entspannteste Tuch der Welt.

          4 Min.

          Reiselust will dieses Jahr nicht aufkommen. Was wäre da besser, als ein Stück schwebende Leichtigkeit in den Garten zu holen? Der Sound dazu ist ohnehin in jeder Sprache der Welt gleich: Das „Ahhh“ kommt reflexhaft, in dem Moment, da man sich fallen- und wie ein Baby wiegend auffangen lässt.

          Anna-Lena Niemann

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Ursprünglich verdanken wir die Hängematte den Süd- und Mittelamerikanern. Die ersten „hamacas“ sahen spanische Eroberer bei den Taíno auf Haiti. Heute hängen die Betten auf der ganzen Welt, in allen Farben und Materialien. Neben klassische Modelle aus Tuch oder Netz gesellen sich Polster und Fallschirmseide. Für alle gilt übrigens als Faustregel: Die Aufhängung sollte etwa halb so hoch sein, wie die Hängematte lang ist. Wenn sich der Schwerpunkt samt Hintern nach unten neigt, trennen einen weniger als 70 Zentimeter vom Boden.

          Wer keine Bäume mit mindestens drei Meter Abstand sein Eigen nennt, muss deshalb nicht verzichten. Fast alle Hersteller, die derzeit von großer Nachfrage berichten, bieten auch Gestelle aus Holz oder Metall an. Also alles ganz einfach eigentlich. Und damit auch die Last der Entscheidung leichter wird, kommen hier sieben Varianten des schwingenden Kleinods.

          Quer ist Trumpf

          Was bedeutet Zeit schon dem, der in einer Hängematte den Tag verbummeln kann? Da passt es, dass die Modelle von La Siesta auch optisch so zeitlos daherkommen. Schließlich bezieht das rheinhessische Familienunternehmen seit dreißig Jahren seine traditionellen Hängematten direkt aus Südamerika. Für „Brisa“ wird wetterbeständige Funktionsfaser in Kolumbien zu festem Tuch verwebt. Die Schnüre an den Enden, die Cadejos, verteilen das Gewicht auf die Breite der Hängematte. Und die kann sich mit 1,8 Metern sehen lassen. Denn wer es richtig machen will, legt sich nicht längs, sondern diagonal in die Matte. Das Tuch spannt sich zwischen Kopf und Füßen auf, statt den Körper wie einen Burrito einzuwickeln. Das schaukelt sich besser, und die Wirbelsäule wird es danken.

          Garten mit Veranda

          Manchmal ist es ganz einfach, und deswegen kommen hier ohne viel Gerede drei Punkte, die für die Hängematte von Depot sprechen: 1. ist sie günstig. Bei knapp dreißig Euro können auch Unentschlossene den Hängematten-Corona-Sommer testen. 2. erinnert das naturfarbene Tuch nicht nur an die Boho-Bar auf Ibiza, sondern auch an Brasilien, wo Hängematten traditionell mit schmuckvollen Makramee-Borten verziert werden, die den wunderbaren Namen „Veranda“ tragen. 3. ist sicher, dass die Hängematte eine Ich-Oase von ein mal zwei Metern bleibt. Bei maximal 110 Kilo zulässigem Gewicht dürfte es zu zweit knapp werden, wenn der Partner, Mitbewohner oder sehr anhängliche Nachbar zusammen abhängen will. Sicherheit geht schließlich vor.

          Himmlisch gepolstert

          Wer mit einem Fußkettchen schon die Grenze seines zulässigen Hippie-Lebensgefühls erreicht hat, dürfte sich mit den Hängematten von Lujo anfreunden. Die Modelle des neuseeländischen Unternehmens zeichnen sich durch klare Linien und edle Materialien aus. Die Matte ist schon fast eine Matratze, weich gepolstert und verstärkt mit einem luftigen Kissen, auf dem sich auch der schwerste Kopf ins Nichts schunkeln darf. Stäbe aus Kwila-Holz halten die Liegefläche jederzeit in Form. Die Auswahl an Farben ist groß, von Nebelgrau bis Lagunengrün. Alle aus stabilen Kunstfasern, die Wasser abweisen und die Farben davor schützen, in der Sonne zu vergilben und auszubleichen. Tropische Palmenprints der Designerin Catherine Martin gibt es auch. Falls es doch ein wenig mehr Dschungelfieber im Kleingarten sein darf.

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