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Zwiebelblumen : Seltene Schönheiten

  • -Aktualisiert am

Mag keinen Frost: Die Guernsey-Lilie stammt ursprünglich aus Südafrika. Bild: Imago

Es müssen nicht immer Tulpen und Narzissen sein. Es gibt jede Menge weniger bekannte Zwiebelblumen, die jetzt in die Erde kommen. Wir haben für Sie eine kleine Auswahl erstellt.

          5 Min.

          Jede Einzelblüte an sich ist schon eine Schönheit. Aber in der Masse bringen die Nerinen jetzt noch einmal richtig Farbe in den Garten. Auf hohen Stielen sitzen kräftige dunkel pinkfarbene, weiße oder zart altrosa Blüten. Zwar sind sie viel zierlicher als Amaryllis, doch ist die Verwandtschaft gut zu erkennen. Nerinen sind auch als Guernsey-Lilien bekannt; sie stammen aus Südafrika, wurden aber lange Zeit auf der Kanalinsel angebaut und sind die Nationalblume Guernseys. Das dortige Klima ist mild und kommt den wärmeliebenden Gewächsen entgegen. In unseren Breiten fühlen sie sich zwar in den Sommermonaten im Garten wohl, müssen aber frostfrei überwintert werden. Ein Aufwand, den die Blütenpracht jetzt im September mehr als entschädigt.

          Nerinen gehören zu den Geophyten. Dank ihres unterirdischen Speicherorgans können sie Durststrecken – oder auch lange Phasen von Dunkelheit oder Kälte – überdauern. Das haben sie mit anderen Geophyten wie Tulpen oder Narzissen gemeinsam. Der Speicher muss aber keine Zwiebel sein, manchmal ist es auch ein Rhizom wie beim Salomonssiegel, oder auch eine Knolle wie bei der Dahlie. Genau genommen sind auch Rüben wie Möhre oder Pastinake Geophyten, denn auch sie überdauern, wenn sie nicht geerntet werden, den Winter unter der Erde. Erst wenn sie im zweiten Jahr neu austreiben, setzen sie zur Blüte an.

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