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Sozialeres Wohnen : Gabriel will Mindestquoten für gemeinnützige Wohnungen

  • Aktualisiert am

Viele junge Familien finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Bild: dpa

Die Mietpreise steigen in den Metropolen auf astronomische Höhen. Dem will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel einen Riegel vorschieben: mit quartierbezogenen Mindestquoten für Wohnungen in Gemeinnützigkeit.

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          Zur Bekämpfung von Wohnungsnot hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel „quartierbezogene Mindestquoten für Wohnungen in Gemeinnützigkeit“ angeregt. Damit müsse sichergestellt werden, dass in den Städten „keine neuen Ghettos“ entstünden, sondern „gemischte Quartiere“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Köln. „In Anbetracht der extremen Zustände auf dem Wohnungsmarkt dürfen wir uns keine Denkverbote auferlegen“, forderte er.

          Nötig sei vielmehr etwa die Förderung von Genossenschaften, Wohnungsunternehmen und anderen Bauträgern. „Hierfür muss es auch staatliche Förderung geben, die deutlich über die heute bestehenden Instrumente hinausgeht.“

          Junge Familien fänden heute in Ballungsgebieten wie Köln kaum noch bezahlbaren Wohnraum, meinte Gabriel weiter. Die Mietpreissituation drohe selbst für Gutverdiener „unerträglich“ zu werden. Gleichzeitig sei in einigen Stadtquartieren eine schlimme Verwahrlosung eingetreten: So gebe es allein in der Bochumer Straße in Gelsenkirchen 20 sogenannte Schrottimmobilien.

          Deren Eigentümer lockten gezielt EU-Bürger aus Rumänien und Bulgarien an, „um an deren Scheinselbstständigkeit und am Kindergeld- und Sozialhilfebezug Geld zu verdienen“. Das sei für ihn „eine Art modernen Menschenhandels.“

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