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Ferienhaus : Ferienimmobilien mit Mietrendite

  • -Aktualisiert am

Deutschlands teuerste Immobilien stehen auf Sylt Bild: dpa

Wohnungen und Häuser in Urlaubsregionen werden nicht nur zum eigenen Vergnügen gekauft. In der richtigen Lage werden sie zunehmend als Anlageobjekt wahrgenommen.

          2 Min.

           Die Vermietbarkeit ist zu einem entscheidenden Kriterium im Verkauf von Ferienimmobilien geworden. Nach der aktuellen Marktstudie der Internet-Ferienhausvermittlung Home Away Fewo-direkt in Zusammenarbeit mit dem Maklerhaus Engel & Völkers begannen 88,5 Prozent der Besitzer, die 2011 ein Ferienobjekt erwarben, unmittelbar nach dem Kauf mit der Vermietung. Zehn Jahre zuvor waren es nur 47 Prozent der frischgebackenen Eigentümer gewesen. Im Durchschnitt beschränkt sich die Eigennutzung mittlerweile auf rund sieben Wochen im Jahr.

          Die Entwicklung macht deutlich, dass die eigene Ferienimmobilie nicht mehr ausschließlich als Luxus, den man sich gönnt, wahrgenommen wird. Sie gilt zunehmend auch als vermeintlich sichere Geldanlage, mit der sich Rendite erzielen lässt. „Die Nord- und Ostseeinseln sind sichere Häfen für private Anleger“, nennt Tobias Wann von Home Away Fewo-direkt als Beispiel. „Clever investiert, dient die Ferienimmobilie nicht nur dem Kapitalerhalt, sondern auch der Wertsteigerung.“ Kai Enders, Vorstandsmitglied im Hamburger Maklerhaus Engel & Völkers, ergänzt, dass sich „hochwertige Objekte in Strandnähe, an Seen und in den Bergen“ besonderer Beliebtheit erfreuten.

          Sylt bleibt das teuerste Pflaster

          Dem Streben nach einer attraktiven Mietrendite kommt der in der Umfrage festgestellte Trend entgegen, dass die Deutschen am Ferienhausurlaub nicht sparen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die durchschnittliche Miete um 9,5 Prozent auf 735 Euro pro Woche. „Das zeigt, dass die Zielgruppe der Ferienhausurlauber kaum von äußeren wirtschaftlichen Negativeinflüssen betroffen ist“, stellen die Verfasser der Studie fest. 98 Prozent der Befragten zeigten sich mit der Vermietung trotz eines erhöhten Konkurrenzdrucks zufrieden.

          Das teuerste Pflaster für Ferienhausurlauber in Deutschland bleibt die Nordseeinsel Sylt, wo ein durchschnittlicher Wochenmietpreis für Haupt- und Nebensaison von 8,32 Euro je Quadratmeter erzielt wird. Auch am anderen Ende Deutschlands, in der Bodenseeregion, ist die erzielbare Miete mit durchschnittlich 7,12 Euro pro Quadratmeter überdurchschnittlich hoch. Dagegen erscheinen Ferienhäuser im Harz mit 3,82 Euro pro Quadratmeter als ein Sonderangebot. Allerdings können die Preise zwischen Haupt- und Nebensaison weit auseinander liegen. Während zum Beispiel der durchschnittliche Wochenmietpreis auf Sylt in der Nebensaison 6,09 Euro pro Quadratmeter beträgt, sind es in der Hauptsaison 10,56 Euro pro Quadratmeter. Die jährlichen Mieteinnahmen variieren stark wegen unterschiedlicher Vermietungszeiträume und Standorte. Im Durchschnitt lagen sie zuletzt bei 14 000 Euro je Objekt im Jahr - wobei mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten weniger als 10 000 Euro erzielte, während nur 17 Prozent Einnahmen von mehr als 20 000 Euro im Jahr verzeichnen.

          Kaufen im Inland

          Für den Kauf einer Ferienimmobilie werden der Studie zufolge im Durchschnitt rund 180 000 Euro investiert. Ein Drittel der Befragten bezahlt das auserwählte Objekt komplett mit Eigenkapital. Der überwiegende Teil nutzt also eine Finanzierung. Die Vermietung wird damit auch zunehmend zum kritischen Faktor, um den Schuldendienst zu gewährleisten. Immerhin wählen aber nur 13 Prozent den möglichen Weg über eine Vollfinanzierung. An der jüngsten Befragung nahmen 2788 Eigentümer von Ferienobjekten teil. Mehr als die Hälfte von ihnen (53 Prozent) verfügten über eine Ferienimmobilie in Deutschland. Die beliebtesten ausländischen Regionen sind mit jeweils rund 3 Prozent Tirol, Florida und Mallorca.

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