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Kommentar : Der Staat als Mietentreiber

Die Mieten in München sind extrem hoch, hier Wohnhäuser im Münchner Stadtteil Schwabing-Freimann. Bild: dpa

Wer als Vermieter nur eine sehr geringe Miete verlangt, kann bei der Besteuerung böse auf die Nase fallen.

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          Das ist kein Ruhmesblatt der deutschen Politik: Wer sich dazu entscheidet, seinen Mietern etwas Gutes zu tun und nur eine sehr geringe Miete verlangt, kann böse auf die Nase fallen, wenn Erbschaft- oder Schenkungsteuer fällig werden.

          Ein Beispiel: Ein Münchener Wohltäter ließ seine überwiegend älteren Mieter in einem Gründerzeithaus in teurer Gegend sehr billig leben. Sein Motiv: Da er das Haus von seinen Vorfahren jeweils zur Hälfte durch Schenkung und durch Vererbung übernommen, also nicht teuer erworben hatte, wollte er an den Mietern nichts verdienen. Er verlangte also Mieten nur in einer Höhe, mit der er das Haus instandhalten kann.

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