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Kommentar zur Mietdeckelung : Wohnen wie in der DDR

Schöner wohnen? Die Strasse der Pariser Kommune in Berlin, aufgenommen im Jahr 1982. Bild: Picture-Alliance

Statt rasch Bauland auszuweisen, tun Berliner Regionalpolitiker alles, um Geldgeber und Vermieter zu vergraulen. Haben sie vergessen, welche Ruinen der eigentumsfeindliche Sozialismus hinterlassen hat?

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          Wohnen ist ein Grundbedürfnis, so wichtig, dass man es nicht dem Markt überlassen sollte – das ist offenbar die Maxime in großen Teilen der Berliner Politik. Die rot-rot-grüne Regierung jedenfalls beschäftigt sich mit Plänen, private Wohnungsgesellschaften zu enteignen, um (wieder) in den Besitz von Wohnungen zu kommen, die dann günstig zu vermieten wären. Dass die Entschädigung möglichst weit unterhalb des Marktwertes liegen soll, versteht sich.

          Genauso schrill klingt der jüngste Vorschlag dreier zumindest lokal prominenter SPD-Funktionsträger, für alle Wohnungen in der Berliner Innenstadt die Mieten zu deckeln, möglichst bei 6 bis 7 Euro je Quadratmeter. Solche Ideen sind Ausdruck der grundsätzlichen Ablehnung marktwirtschaftlicher Lösungen zur Linderung der Wohnungsnot. Dabei stehen private Investoren Schlange, um in Berlin zu bauen, wo es besonders viele Brachflächen gibt.

          Statt rasch Bauland auszuweisen tun Berliner Regionalpolitiker alles, um Geldgeber und Vermieter zu verunsichern und abzustoßen. Soll in Berlin wieder wie in der DDR gewohnt werden? Hat die ehemals geteilte Hauptstadt schon vergessen, welche Ruinen der eigentumsfeindliche Sozialismus hinterlassen hat?

          Michael Psotta

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

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