https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/deutsche-setzen-bei-altersvorsorge-auf-immobilien-12617083.html

Private Altersvorsorge : Deutsche setzen auf Immobilien

  • Aktualisiert am

Das eigene Häuschen ist eine beliebte Altersvorsorge Bild: dpa

Wegen anhaltend niedriger Zinsen will knapp die Hälfte aller deutschen Berufstätigen die private Altersvorsorge nicht mehr erweitern. Hoch im Kurs stehen dagegen Immobilien.

          1 Min.

          Betongold statt Lebensversicherung: Wegen anhaltend niedriger Zinsen will knapp die Hälfte aller Berufstätigen die private Altersvorsorge nicht mehr erweitern. Hoch im Kurs stehen dagegen Immobilien. Das ist das Ergebnis der Postbank-Studie „Altersvorsorge in Deutschland“, die am Montag zum zehnten Mal veröffentlicht wurde. „Die eigenen vier Wände sind inzwischen mit weitem Abstand die beliebteste Form in Deutschland, für das Alter vorzusorgen“, sagte Dieter Pfeiffenberger, Bereichsvorstand Immobilienfinanzierung der Postbank.

          Jeder dritte Berufstätige, der verstärkt vorsorgen wolle, möchte ein Haus oder eine Wohnung bauen oder kaufen, um dort selbst einzuziehen. Das sei fast die Hälfte mehr als noch vor fünf Jahren. Gründe seien günstige Finanzierungsmöglichkeiten und das mietfreie Wohnen im Alter. Auf den Plätzen zwei und drei der Beliebtheitsskala liegen demnach Bausparverträge sowie der Kauf von Immobilien, um sie zu vermieten. Gut zwei Drittel der Deutschen sehen die eigenen vier Wände als „ideale Form der Alterssicherung“.

          Lebensversicherungen haben dagegen wegen der Niedrigzinsphase stark an Ansehen verloren: Nur elf Prozent halten sie noch für „besonders rentabel“. Deshalb planten nur noch fünf Prozent der Deutschen, eine klassische Lebensversicherung mit Kapitalauszahlung abzuschließen. Für eine private Riester-Rente interessieren sich nur noch neun Prozent der Berufstätigen, die ihre Altersvorsorge ausbauen wollen. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat für die Umfrage 1553 in Deutschland wohnende Bürger ab 16 Jahre befragt.

          Weitere Themen

          Was Lindners Steuerpläne finanziell bedeuten

          Kalte Progression : Was Lindners Steuerpläne finanziell bedeuten

          Finanzminister Christian Lindner legt Gesetzespläne zum Abbau schleichender Mehrbelastungen bei der Einkommensteuer vor. Unter anderem soll der Grundfreibetrag in den kommenden beiden Jahren angehoben werden.

          Topmeldungen

          Finanzminister Christian Lindner (FDP) will die Bürger mit seiner Steuerreform vor einer schleichenden Mehrbelastung bewahren.

          Kalte Progression : Was Lindners Steuerpläne finanziell bedeuten

          Finanzminister Christian Lindner legt Gesetzespläne zum Abbau schleichender Mehrbelastungen bei der Einkommensteuer vor. Unter anderem soll der Grundfreibetrag in den kommenden beiden Jahren angehoben werden.
          Patricia Schlesinger bei einem Fototermin im Dezember 2020

          Abfindung für Schlesinger? : Schampus für alle und Boni satt

          Zur Amtsführung der zurückgetretenen RBB-Intendantin Patricia Schlesinger dringen weitere, pikante Details ans Licht. Die Frage ist, ob sie auch noch eine Abfindung erhält. Die ersten Köpfe rollen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.