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Brexit-Folge : Londons Immobilienpreise sinken

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Immobilien auf der In-Straße: Die Portobello Road in Notting Hill, bekannt durch ihren Markt. Bild: AFP

Das ist seit der Finanzkrise nicht mehr vorgekommen: In London werden Immobilien wieder billiger. Das liegt auch am Brexit – aber nicht nur.

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          Die Häuserpreise in London sind einer Studie zufolge erstmals seit acht Jahren gesunken. Im September lagen sie durchschnittlich um 0,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie die Bausparkasse Nationwide am Freitag mitteilte.

          Damit ist die britische Hauptstadt – die Investoren aus der ganzen Welt anlockt – erstmals seit 2005 die Region mit der schlechtesten Entwicklung auf der Insel. Zuvor waren die Londoner Immobilienpreise jahrelang schneller gestiegen als die im Rest des Landes. „Die Preisentwickling in London hat sich besonders abgebremst“, sagte Nationwide-Chefökonom Robert Gardner.

          Landesweit zogen die Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahr nun noch um 2,0 Prozent an. Das war der kleinste Zuwachs seit mehr als vier Jahren. Die Monatsdaten deuten auch für das gesamte Land eine Trendwende ins Minus an.

          Nationwide führt die Entwicklung auf den wachsenden Druck auf die Haushaltseinkommen zurück. Der hat auch mit dem „Brexit“ zu tun, mit Großbritanniens Austritt aus der EU: Das Pfund wertete ab, die Inflation stieg, gleichzeitig wachsen die Löhne langsamer.

          Zudem überlegen viele EU-Ausländer, Großbritannien angesichts der Unsicherheit zu verlassen. Besonders in London arbeiten Banken an Plänen, mit Blick auf den „Brexit“ Arbeitsplätze aus Großbritannien hinaus zu verlagern, zum Beispiel nach Frankfurt.

          Die Bank of England dürfte voraussichtlich schon im November ihren Leitzins anheben. Eine moderate Erhöhung dürfte sich Nationwide zufolge vorerst nicht allzu sehr am Immobilienmarkt bemerkbar machen.

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