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Neue Häuser : Ausweg aus dem Schuhschachtel-Dilemma

Aufstrebend und aufgelöst: Sowohl das Dach als auch die Säulenwände tragen zum gewissen Etwas bei. Bild: Andreas Pein

Simple Formen sind schön und gut. Aber etwas Extravaganz kann wie im Fall dieses Neubaus auch nicht schaden.

          3 Min.

          Im Grunde ist alles ganz einfach. Deshalb hat Holger Paul eigentlich von Anfang an gewusst, wie das Haus sein sollte: ebenerdig, ohne Keller, ohne Satteldach und irgendwelche Mätzchen, dafür klar, funktional und zum Wohlfühlen. Ein geräumiges, aber überschaubares Zuhause für ihn, seine Frau Kerstin und den gemeinsamen Sohn sollte es werden. Paul, Geograph mit Diplom, hat sich hingesetzt und gezeichnet. Das Baugrundstück hatte er sowieso täglich vor Augen. Es war der Nachbarsgarten.

          Birgit Ochs

          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Familie lebte da schon seit einigen Jahren zur Miete in einem kleinen Mehrfamilienhaus. Vom Balkon aus hatte sie das mehr als 1000 Quadratmeter große Grundstück nebenan im Blick. Irgendwann begannen Kerstin und Holger Paul wie so viele andere in den vergangenen Jahren zu überlegen, ob es nicht doch sinnvoll sei, ein eigenes Haus zu kaufen. Nicht irgendwo, sondern genau an ihrem bisherigen Wohnort. „Hier fühlen wir uns wohl“, sagen die beiden über die kleine Gemeinde im Süden von Berlin, wo der Sohn zur Schule geht, es gute Einkaufsmöglichkeiten gibt, die Anbindung an die Bundeshauptstadt dank des Bahnhofs stimmt. In dem gut 10.000 Einwohner zählenden Ort wohnt man im Grünen und ist doch nicht aus der Welt. Das macht ihn in jüngster Zeit zunehmend begehrt. Ein Haus zu finden war schwerer als gedacht. Die Pauls jedenfalls wurden nicht fündig. Doch dann erfuhren sie, dass das Nachbargrundstück zum Verkauf stand. Die Familie war nicht der einzige Interessent, hatte das Glück aber auf ihrer Seite und erhielt den Zuschlag – und Holger Paul brachte seine Idee zu Papier.

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