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Industrieflächen nutzen : Es gibt noch jede Menge Bauland in Berlin

  • -Aktualisiert am

Baukräne neben dem Tacheles in der Berliner Friedrichstraße Bild: Getty

Bauland ist knapp? Von wegen. In den Großstädten gibt es noch viele Brachen. Doch darauf Wohnungen zu bauen dauert Jahrzehnte, wie das Beispiel Berlin zeigt.

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          Die Lage könnte besser kaum sein: Direkt an der Grenze zwischen den beliebten Berliner Vierteln Prenzlauer Berg und Friedrichshain liegt die Friedrichshöhe. Mehr als ein Jahrhundert wurde auf dem Eckgrundstück Bier gebraut, kurz nach der Wiedervereinigung war damit Schluss. Seitdem verrottet der denkmalgeschützte Bau. An der Fassade wellen sich viele Plakatschichten mit Konzerttipps, Schilder warnen vor dem Betreten des Privatgrundstücks. Das hat in den vergangenen Jahren mehrfach den Eigentümer gewechselt und dürfte im Wert beträchtlich gestiegen sein. Sonst ist nicht viel passiert. Bis auf weiteres bleibt die Friedrichshöhe eine der vielen Brachen, die es auch bald dreißig Jahre nach dem Ende der DDR noch gibt.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Während Hobbyfotografen die verwunschenen Areale lieben, lösen die verwilderten Grundstücke andernorts Kopfschütteln aus. Rund eine Million Wohnungen fehlen in Deutschlands Großstädten. Besonders betroffen ist Berlin, wo die Mieten und Immobilienpreise wegen der vielen Zuzügler in den vergangenen Jahren so stark gestiegen sind wie in keiner anderen deutschen Stadt. Überall in der Hauptstadt werden derzeit Dächer aufgestockt und Supermärkte überbaut. Warum aber werden nicht zuerst die vielen vorhandenen Brachen bebaut?

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