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Holz allein reicht nicht! : Wie Bauen wirklich nachhaltig wird

Holzbau oder mehr Begrünung sind ein Anfang – sie allein machen Bauen und Wohnen aber noch nicht nachhaltig. Bild: Lucas Foglia, courtesy Michael H

Die Hälfte aller verarbeiteten Rohstoffe steckt in Gebäuden, Straßen oder Brücken. Durch das Bauen entstehen riesige Mengen CO2. Trotzdem können Bauherren einiges für Klimaschutz und Wohngesundheit tun. Ein paar Vorschläge.

          5 Min.

          Bauen verbraucht Unmengen an Ressourcen, etwa die Hälfte aller verarbeiteten Rohstoffe auf der Welt steckt in Gebäuden, Straßen oder Brücken. Wenn diese abgerissen werden, landet das Material meist auf der Müllkippe. Ein Großteil des deutschen Abfalls stammt von Baustellen und Abbruch. Doch die Deponien sind mittlerweile voll. Zudem entstehen durch die Herstellung von Baustoffen sowie das Bauen selbst riesige Mengen CO2. Deshalb ist es grundsätzlich am nachhaltigsten, Gebäude umzubauen statt sie abzureißen und neu zu bauen.

          Judith Lembke

          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Anna-Lena Niemann

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Birgit Ochs

          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wenn Häuser trotzdem abgerissen werden, sollte das alte Material zumindest viel stärker als bisher ohne Qualitätsverlust wiederverwendet werden, fordern Vordenker des nachhaltigen Bauens: Gebäude sollen sich von Ressourcenfressern zu Materialbänken entwickeln, zu „urbanen Minen“. Das setzt jedoch voraus, dass sie von Anfang an so geplant werden, dass man die Bestandteile getrennt voneinander weiterverwenden kann. Das beginnt beim Entwurf: Er muss sich daran orientieren, welches Material zur Wiederverwendung verfügbar ist, und nicht daran, was sich aus Neuem schaffen ließe.

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