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Bauen mit Stroh : Ein Haus aus eigenem Anbau

Die Planung war aufwendig, der Aufbau ging flott: Hundert mit Stroh gefüllte Wandelemente hat die beauftragte Zimmerei für St. Wunibald angefertigt. Bild: Lorenz Märtl/Kloster Plankstetten

Stroh statt Styropor: Ein Kloster setzt auf Dämmstoff vom Acker. Nicht nur die Mönche halten das Material für unterschätzt.

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          Auf bauliche Experimente sind die Mönche vom Kloster Plankstetten nicht unbedingt spezialisiert. Warum auch? Die Benediktinerabtei in der Diözese Eichstätt ist schließlich jahrhundertealt. Da heißt es die Barockanlage sanieren und pflegen, und das nach allen Regeln des Denkmalschutzes. Mal etwas ausprobieren, Dinge anders machen ist da nicht drin.

          Birgit Ochs
          Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Gewollt hätten sie schon, die Benediktiner vom „grünen Kloster“. Den Ruf hat die Abtei weg, seit sie Anfang der Neunzigerjahre ihre Landwirtschaft und sämtlichen Betriebe von der Brennerei bis zur Imkerei auf Bioproduktion umgestellt hat. Doch als das Kloster ein neues Gästehaus bekommen sollte, bot sich die Chance, „mal so zu bauen, wie wir es wollen“, sagt Frater Andreas Schmidt, der für die Bauvorhaben des Klosters verantwortlich ist. Die experimentierfreudigen Ordensbrüder haben die Chance genutzt und im großen Stil zu einem Dämmstoff gegriffen, der naheliegt, aber beim Bauen trotzdem ein Exot ist. Stroh.

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