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Preise stark gestiegen : Ausländer dürfen in Neuseeland keine Häuser mehr kaufen

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Neuseeland ist bei Ausländern beliebt. Bild: Picture-Alliance

In Neuseeland haben sich zuletzt verstärkt Ausländer niedergelassen, darunter auch einige Promis. Die Einheimischen selbst haben hingegen immer weniger Eigentum. Jetzt handelt die Regierung.

          Angesichts von gestiegenen Immobilienpreisen dürfen Ausländer in Neuseeland keine Häuser mehr kaufen. Das Parlament in Wellington verabschiedete am Mittwoch eine entsprechende Gesetzesinitiative von Premierministerin Jacinda Ardern. Ziel ist es, Einheimischen den Kauf von Wohneigentum leichter zu machen. In dem Pazifikstaat mit seinen etwa 4,7 Millionen Einwohnern sind die Immobilienpreise im vergangenen Jahrzehnt um 50 Prozent gestiegen.

          Die Regierung aus Sozialdemokraten, Grünen und Populistenpartei NZF begründete das Gesetz damit, dass Neuseeländer auf dem Immobilienmarkt „von wohlhabenderen Ausländern nicht überboten“ werden dürften. Die Regelung betrifft allerdings nur bestehende Häuser. Der Kauf von Land und der Bau von neuen Häusern ist Ausländern weiterhin erlaubt. Für Australier gibt es Ausnahmen.

          „Wir glauben, der Markt für neuseeländische Häuser und Höfe sollte neuseeländischen Käufern vorbehalten sein“, sagte Finanzminister David Park dem „Guardian“. „Das kommt den Neuseeländern zu Gute, die sich für unsere Wirtschaft ins Zeug legen, Steuern zahlen, hier Familien haben. Wir glauben nicht, dass sie von wohlhabenderen Menschen aus Übersee ausgestochen werden sollten.“

          Nur jeder vierte Erwachsene in Neuseeland besitzt das Haus, in dem er wohnt. 1991 waren es noch 50 Prozent. Auch ist die Zahl der Obdachlosen in den vergangenen Jahren gestiegen. Im letzten Quartal wurden in der beliebten Gegend Queenstown Lakes District 10 Prozent und in Auckland 20 Prozent von Ausländern gekauft, im ganzen Land waren es 3,2 Prozent. Chinesen, Australier, Briten und Amerikaner waren besonders kauffreudig. In dem Pazifikstaat haben sich auch zahlreiche ausländische Prominente wie Tesla-Chef Elon Musk, PayPal-Mitbegründer Peter Thiel oder der Internet-Unternehmer Kim Dotcom niedergelassen.

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