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Immobilienmakler : Atisreal bekommt einen neuen Namen

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Renovierungsarbeiten bei der BNP Paribas in Paris: Auch den Makler Atisreal benennt die Bank um Bild: Reuters

Der Marktführer unter den Maklern für Gewerbeimmobilien in Deutschland rückt näher an den Mutterkonzern, die französische Großbank BNP Paribas, heran. Aus Atisreal wird BNP Paribas Real Estate.

          Atisreal heißt seit kurzem nun offiziell BNP Paribas Real Estate. Damit spiegelt sich fünf Jahre nach der Übernahme des deutschen Marktführers unter den Gewerbeimmobilienmaklern durch den französischen Finanzkonzern die Nähe auch im Namen des Unternehmens. Die Verantwortlichen versprechen sich davon eine verbesserte Kundenwahrnehmung, eine klare internationale Positionierung und eine Stärkung der Cross-Selling-Aktivitäten - also den Verkauf mehrerer Dienstleistungen an einen Kunden innerhalb des Konzerns. „Es gibt keinen anderen Anbieter, der diese Synergien heben kann“, sagt Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate in Deutschland. Veränderungen in der Organisationsstruktur seien mit der Umbenennung nicht verbunden gewesen.

          Die Atisreal-Führungsriege hatte die anstehende Namensänderung zunächst keineswegs mit sonderlich großer Begeisterung aufgenommen. Vor allem fürchteten die deutschen Manager mögliche negative Reaktionen von Kunden aus der Finanzbranche. „Die Sorgen haben sich aber als vollkommen unbegründet erwiesen“, sagt Rösler heute.

          „Durch die Umbenennung haben wir keinen einzigen Kunden verloren.“ Es gebe sogar große Kunden aus dem Finanzsektor, die den Schritt begrüßt hätten. Vor diesem Hintergrund verweist Joachim von Schorlemer, Deutschland-Chef von BNP Paribas, auf die im Zuge der Finanzkrise gestiegene Wahrnehmung des Gegenparteirisikos. Immer häufiger werde die Frage gestellt, ob es den Geschäftspartner auch in einem Jahr noch gebe. „Da stehen wir als BNP Paribas gut da.“

          Unter einem Markendach

          Mit der nun vollzogenen Zusammenführung der verschiedenen Immobilienaktivitäten (Beratung, Bewertung, Vermittlung, Property Management, Investment Management, Projektentwicklung) unter einem Markendach ist BNP Paribas Real Estate mit 129 Büros in 29 Ländern aktiv und zählt 3500 Mitarbeiter. In Frankreich und Deutschland ist die Gesellschaft nach eigenen Angaben Marktführer, in Europa die Nummer vier. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz insgesamt 665 Millionen Euro.

          Für Rösler stellt die Umbenennung auch ein Bekenntnis der französischen Großbank zu Immobilien als einem Kerngeschäftsfeld dar. In Zukunft solle BNP Paribas Real Estate „intelligent weiter wachsen“. Vor allem die geographische Reichweite soll dabei vorangetrieben werden. Mit Akquisitionen habe sich das Unternehmen in der Vergangenheit zwar zurückgehalten. „Das heißt aber nicht, dass wir aktuell und in Zukunft die Augen nach interessanten Möglichkeiten nicht offenhalten“, sagt Rösler.

          Marktgerüchte hatten in den vergangenen Monaten in unregelmäßigen Abständen BNP Paribas Real Estate beziehungsweise Atisreal mit dem krisengeschüttelten britischen Immobilienmakler- und Beratungsunternehmen DTZ in Zusammenhang gebracht. Sprachbarrieren dürften kein Grund gewesen sein, dass die beiden Gesellschaften bisher noch nicht zusammengefunden haben. Hauptaktionär von DTZ ist die französische Investorengruppe SAS Saint George.

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