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Das Beste aus zwei Wohnwelten

Von JUDITH LEMBKE
Foto: Bonauer Boelling Architekten Berlins

10. Februar 2021 · Es muss nicht immer Neubau sein: Auch ein Anbau an ein altes Haus kann zum maßgeschneiderten Platz für die eigenen Wohnwünsche werden.

Die Gründe, warum Paare die Wohnung in der Innenstadt gegen das Haus im Grünen tauschen, sobald sie eine Familie werden, ähneln sich meist. Mit Kindern ändern sich die Bedürfnisse. Platz ist auf einmal wichtiger als die zentrale Lage, der Garten vor der Haustür gilt mehr als die Lieblingskneipe im Erdgeschoss. Doch die Haussuche im gewünschten Vorort ist für viele ernüchternd. Selbst wenn das Budget mit den gestiegenen Hauspreisen mithalten kann, ist das Angebot oft ganz anders als erträumt. In gewachsenen Siedlungen stehen statt unbebauter Grundstücke Häuser aus dem vergangenen Jahrhundert zum Verkauf. Und selbst wenn sie von außen noch ganz charmant aussehen, merken viele Interessenten spätestens in der Diele: Dieses Haus ist von den heutigen Wohnvorstellungen so weit entfernt wie der Lebensentwurf der Großeltern vom eigenen. Der Platz genügt nicht für die wachsende Familie, und statt großzügiger, offener Räume folgen viele kleine Zimmer aufeinander. Der Garten ist bei vielen alten Häusern zwar groß, doch zwischen innen und außen gibt es keinen Bezug. Wenn das Budget reicht, das Haus nicht unter Denkmalschutz steht und die Bauherren auch keine ökologischen Bedenken plagen, können sie abreißen und neu bauen. Die bessere Variante ist aber oft, dem alten Haus noch einen Anbau zur Seite zu stellen, der genau das bietet, was fehlt. Im Idealfall wird dann aus der Kombination von Alt und Neu mehr als die Summe der Quadratmeter, sondern das Beste aus beiden Welten.

Foto: Bonauer Boelling Architekten Berlins

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