https://www.faz.net/-gqe-87il7

Wolf Schäfer : Der oberste Hayekianer

Wolf Schäfer (74) ist der neue Vorsitzende der Hayek-Gesellschaft. Bild: privat

In der Hayek-Gesellschaft gab es wochenlang Streit nachdem die frühere Vorsitzende eine ungenügende Abgrenzung der liberalen Szene von „reaktionären“ Ideen angeprangert hatte. Nun hat der liberale Verein eine neue Führungsspitze. Wolf Schäfer führt die Hayek-Gesellschaft

          1 Min.

          Die Hayek-Gesellschaft, ein Verein liberaler Wissenschaftler, Unternehmer und Publizisten, hat nach Wochen des Streits die Weichen für einen Neuanfang gestellt. Als neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder am Samstag den Hamburger Wirtschaftsprofessor Wolf Schäfer, den ehemaligen Vizepräsidenten der Helmut-Schmidt-Universität. Zwei Monate zuvor war die damalige Vorsitzende Karen Horn ausgetreten. Sie hatte in einem Beitrag für die F.A.S. eine ungenügende Abgrenzung der liberalen Szene von „reaktionären“ Ideen angeprangert.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Andere Mitglieder warfen ihr daraufhin Diffamierung und Meinungszensur vor. Mit Horn hatten rund 60 der 350 Mitglieder, etwa FDP-Chef Christian Lindner und mehrere renommierte Ökonomen, die Gesellschaft verlassen, die nach dem österreichischen Ökonomen und Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek benannt ist.

          Schäfer rief nun dazu auf, „die Schlammschlacht und die Auseinandersetzung über die Vergangenheit zu beenden“. Der Verein sei modernen ökonomischen Überlegungen verpflichtet, „die nichts mit rechts oder links“ zu tun hätten. Auf der Mitgliederversammlung in Fulda wurden 30 neue Mitglieder aufgenommen, darunter die einstige Pressereferentin Ludwig Erhards, die schon über neunzig Jahre alt ist. Schäfer will die Gesellschaft nun für neue Zielgruppen interessant machen, vor allem für Unternehmer und die Jugend. „Die individuelle Freiheit ist bedroht von einem schleichenden staatlichen Interventionismus, Paternalismus und Bevormundung“, sagte er.

          Weitere Themen

          Aktienrente? Nein, danke!

          Zukunft der Rentenpolitik : Aktienrente? Nein, danke!

          Die Debatte über eine mögliche Aktienrente erfreut sich großer Popularität. Doch sollten wir die liberal-konservativen Mythen von der zu teuren gesetzlichen Rente endlich hinter uns lassen. Ein Gastbeitrag.

          PayPal will offenbar Pinterest übernehmen

          Fotoplattform : PayPal will offenbar Pinterest übernehmen

          Schöner Einkaufen mit vielen Fotos: Der Bezahldienst PayPal hat offenbar schon mit Verhandlungen zum Kauf von Pinterest begonnen. Dessen Aktienkurs steigt prompt. Pinterest wäre in dem Deal teurer als LinkedIn.

          Topmeldungen

          Neun auf einen Streichen: Umgewehte Fahrräder am Donnerstagmorgen in Köln

          Wetterdienst warnt : Sturm „Ignatz“ fegt über Deutschland

          Sturmtief „Ignatz“ beschert Deutschland bereits in der Nacht viele Einsätze von Polizei und Feuerwehr, vor allem in Hessen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor orkanartigen Böen mit bis zu 105 Stundenkilometer – die Deutsche Bahn vor Zugausfällen.
           Die Handlung findet nicht einvernehmlich statt. Genau das reizt die Exhibitionisten – und macht sie zu Straftätern. (Symbolbild)

          Exhibitionisten in der Bahn : Masturbieren nur mit Mundschutz

          Immer mehr Exhibitionisten sind in deutschen Zügen unterwegs. Auch wenn sie dies mitunter nicht so wahrnehmen, begehen sie strafbare Sexualdelikte. Wie sich Betroffene wehren können – und wie man Tätern den Erfolg nimmt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.