https://www.faz.net/-gqe-vz3k

Wirtschaftsforscher : Mindestlohn würde 1,9 Millionen Jobs kosten

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Der Mindestlohn gefährdet Arbeitsplätze. Doch wie viele Stellen wären eigentlich betroffen? Das ifo-Institut schätzt, dass bei einem flächendeckender Mindestlohn von 9,80 Euro 1,9 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen würden. Selbst bei 7,50 Euro wären es noch 1,1 Millionen Stellen.

          1 Min.

          Ein flächendeckender Mindestlohn würde nach Einschätzung des Ifo-Instituts in Deutschland knapp zwei Millionen Arbeitsplätze gefährden. Bei einem staatlich vorgeschriebenen Gehalt von mindestens 9,80 Euro, wie er derzeit von der Bundesregierung für Briefträger im Westen geplant ist, würden im Westen 1,4 Millionen Stellen und im Osten rund 500.000 Stellen wegfallen, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Donnerstag in München. In Westdeutschland lägen 22 Prozent der Beschäftigten unter dieser Gehaltsgrenze, im Osten verdienten 42 Prozent weniger als die neun Euro, die für die ostdeutschen Briefträger vereinbart seien.

          Deutschland sei mit der aktuellen Debatte auf dem Irrweg, sagte Sinn: „Mindestlöhne vernichten massenhaft Arbeitsplätze.“ Selbst bei einem bundesweiten Mindestlohn von nur 7,50 Euro je Stunde würden noch 1,1 Millionen Stellen wegfallen. Der Wettbewerb in der Postbranche bleibe de facto auf Dauer ausgeschaltet. Echter Wettbewerb müsse über Löhne stattfinden, sagte Sinn. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt gehe primär auf neue Stellen mit geringem Lohn zurück.

          „Mindestlöhne vernichten massenhaft Arbeitsplätze”

          Weitere Themen

          Milliardenverluste für Tourismusbranche Video-Seite öffnen

          Südostasien : Milliardenverluste für Tourismusbranche

          Thailand, Kambodscha, Taiwan – diese Länder spüren die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus wohl am heftigsten. Die ansonsten reiselustigen Chinesen sind angehalten, zu Hause zu bleiben. Für die südostasiatische Tourismusbranche bedeutet das Milliardenverluste. .

          Topmeldungen

          Ein türkischer Militärkonvoi inmitten von Fahrzeugen flüchtender Zivilisten im Norden der Provinz Idlib.

          Assads Vormarsch in Idlib : Geschichten der Ohnmacht

          Die syrischen Truppen rücken in Idlib ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung vor. Die Türkei hält mit Unterstützung für die Rebellen dagegen – aber nur, solange das Moskau nicht zu sehr verärgert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.