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Ökonomie : Studie: Staatsschulden nicht ganz so gefährlich

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Ökonom Lars Feld Bild: Wonge Bergmann

Gibt es einen klaren Schwellenwert, ab dem die Staatsverschuldung einer Volkswirtschaft in jedem Fall schadet? Eine Gruppe deutscher Wirtschaftsforscher widerspricht.

          Eine interdisziplinäre Gruppe namhafter Forscher hat eine Studie veröffentlicht, mit der sie „zur Versachlichung der oft auch emotional geführten Diskussion“ über Staatsschulden beitragen will. Die elfköpfige Gruppe, der unter anderem der Ökonom Lars Feld (Sachverständigenrat) und der bekannte Soziologe Wolfgang Streeck angehören, widerspricht der „weit verbreiteten Auffassung“, dass Staatsschulden ab einer bestimmten Höhe stets zu einem Risiko für Stabilität und Wachstum werden.

          Aus wirtschaftshistorischer Perspektive ließen sich keine klaren Schwellenwerte für „kritische“ Niveaus der Staatsverschuldung definieren. Die Ökonomen Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff haben in einer viel beachteten Studie argumentiert, dass die kritische Schwelle erreicht sei, wenn die Schulden etwa 90 Prozent des Bruttoinlandproduktes übersteigen.

          Die Analyse, die unter dem Dach der Wissenschaftsakademien entstand, zeige nun, dass die Korrelation „auf Einzelbeobachtungen für die Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beruht“. Die Autoren betonen in der ausführlichen Studie zudem, dass Regierungen bei Sparzwängen vor allem die für das Wachstum wichtigen Investitionen zusammenstreichen.

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