https://www.faz.net/-gqe-84dzj

Wirtschaftsforscher : Clemens Fuest wird neuer Ifo-Chef

  • Aktualisiert am

Clemens Fuest Bild: Frank Röth

Das Ifo-Institut hat die Nachfolge von Hans-Werner Sinn entschieden. Clemens Fuest soll das Wirtschaftsforschungsinstitut künftig leiten.

          1 Min.

          Die Entscheidung über die Nachfolge des prominenten Ifo-Chefs Hans-Werner Sinn ist gefallen: Der Wirtschaftsprofessor und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Clemens Fuest, wird im kommenden Jahr neuer Chef des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Fuest war bereits seit einigen Monaten im Gespräch für den Posten.

          Gegenüber der F.A.Z. sagte Fuest, er freue sich auf die neue Aufgabe als Ifo-Präsident: „Was in München angeboten wird, ist wirklich außergewöhnlich gut“, sagte Fuest. Er nannte nicht nur die gute Ausstattung des Ifo-Instituts, sondern auch das Wissenschaftler-Netzwerk des Ces-Ifo und die enge Anknüpfung an die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Der Abschied vom ZEW falle ihm zwar auch nicht leicht. „Ich kann mich aber nicht zweiteilen.“ In München habe er seine Habilitationsjahre verbracht, wo er schon Hans-Werner Sinn und den heutigen Rektor der LMU, Bernd Huber,  eng kennenlernte. „Diese Jahre haben mich wissenschaftliche geprägt wie keine andere Zeit“, sagte Fuest gegenüber der F.A.Z.  Daher freue er sich, auch aus privaten Gründen, nach München zurückzukehren.

          Der 46-jährige Fuest ist seit 2013 Präsident des ZEW, eigentlich wäre sein Vertrag dort erst Ende Februar 2018 ausgelaufen. Seit 2003 gehört er dem Wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums an, erst vor kurzem wurde er auch in die Kommission berufen, die den Mindestlohn kontrolliert.

          Hans-Werner Sinn steht seit Februar 1999 an der Spitze des Ifo-Instituts. Unter seiner Leitung erlangte das damals kriselnde Institut wieder wissenschaftliche Reputation. Der monatlich veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex gilt heute als wichtigster Frühindikator für die deutsche Wirtschaft.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gefahr durch Coronavirus : Keine Panik

          Es beruhigt, dass Deutschland auf Szenarien wie den Ausbruch des Coronavirus vorbereitet ist. Wenn aber nun nach jeder Hustenattacke die Notaufnahme angesteuert wird, stößt jeder noch so gut aufgestellte Krisenstab an seine Grenzen.
          Die Moderatorin Susan Link vertritt den erkrankten Moderator Frank Plasberg in der WDR-Talkshow „Hart aber fair“. Hinter ihr die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, der CSU-Generalsekretär Markus Blume und die ARD-Börsenexpertin Anja Kohl (von links)

          TV-Kritik: „Hart aber fair“ : Aktien als Allheilmittel

          Die Deutschen sind ein Volk der Sparer. Doch in Zeiten von Negativzinsen muss man umdenken. Bei „Hart aber fair“ raten alle Gäste zu einer Lösung – bis auf Sahra Wagenknecht: Sie setzt auf ein Konzept, das viele als überholt ansehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.