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Die Methode : So entstand die Rangliste der Ökonomen

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Um zu Deutschlands wichtigsten Ökonomen zu gehören, muss ein Wirtschaftsforscher in mindestens zwei Feldern Resonanz vorweisen können: in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit, also in Politik und Medien.

          2 Min.

          Die Medien

          Das Schweizer Institut Media Tenor International hat für uns analysiert, wie häufig welche Ökonomen von August 2014 bis Juli 2015 zu welchen Themen in den Medien mit fachlichen Einschätzungen genannt wurden. Dazu musste das Zitat auf rund fünf Zeilen ausgeführt sein. Wer ist ein Ökonom? Das überließen wir den Medien. Berücksichtigt wurden Zitate, wenn der Wissenschaftler als Ökonom oder Wirtschaftsforscher bezeichnet wurde. 110 festangestellte Experten durchkämmten nicht nur die Ressorts Wirtschaft und Politik in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch einige Fernsehsendungen in öffentlich-rechtlichen Sendern und die 7-Uhr-Nachrichten im Deutschlandfunk. Insgesamt wurden 7372 Zitate ausgewertet.

          Die Politik

          „Welche sind die Ökonominnen und Ökonomen (von Universitäten, Forschungsinstituten, Banken, Unternehmen etc.), deren Rat oder Publikationen Sie am meisten für Ihre Arbeit schätzen?“ Diese Frage stellten die Universität Düsseldorf, der Verein für wissenschaftliche Politikberatung Econwatch und die Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften in einer Umfrage Parlamentariern und Führungskräften von Ministerien auf Bundes- und auch auf Landesebene. 101 Teilnehmer beteiligten sich an der ganzen Umfrage, 98beantworteten die Frage nach den Ökonomen. Sie konnten bis zu fünf Namen nennen. Der erstgenannte bekam fünf Punkte, der fünftgenannte einen.

          Die Wissenschaft

          Hier zählt die Zahl der Zitate aus den vergangenen Jahren. Diesen Index hat der Fachverlag Elsevier aus seiner Forschungsdatenbank Scopus berechnet. Scopus ist die größte Zitat- und Abstractdatenbank der Welt mit 90.000 Büchern und 21.000 Zeitschriften, darunter viele europäische. Ökonomen, die oft Beiträge in Büchern oder in Zeitschriften ohne unabhängige Gutachter veröffentlichen, stehen in dieser Rangliste allerdings nicht weit oben. Für dieses Ranking berücksichtigten wir Zitate, die in den Jahren 2011 bis 2015 veröffentlicht wurden, auf dem Datenstand von Mitte August– egal, aus welchem Jahr die zitierte Publikation stammt. So messen wir den Einfluss in aktueller Zeit. Scopus hat zwar noch einige Lücken, wenn die zitierten Artikel 19 Jahre alt oder älter sind, die weitaus meisten Zitate erfolgen aber innerhalb von zehn Jahren nach Veröffentlichung. Zudem wurden die Autorendaten noch einmal extra für dieses Ranking auf Doppeleinträge geprüft, so dass wir unterschiedliche Einträge desselben Autors für dieses Ranking zusammenführen konnten.

          Die Gesamtwertung

          In die Gesamtwertung aufgenommen wurde, wer in Öffentlichkeit und Forschung Spuren hinterlassen hat. In der Forschung waren mindestens fünf Zitate nötig, in der Öffentlichkeit mindestens fünf Medienzitate oder mindestens fünf Punkte in der Politik-Umfrage. Das Ranking haben wir konzentriert auf Ökonomen, die an Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten. Nach diesen Kriterien haben wir in diesem Jahr 100 Ökonomen in die Gesamtwertung aufgenommen. Dann wurden die Säulen verrechnet. Dafür haben wir ein Punktesystem verwendet: In jeder Säule bekam der stärkste Ökonom 250 Punkte, alle anderen bekamen ihre Punkte proportional dazu. Das führt dazu, dass sich in der Wissenschaft einige Ökonomen zwar mit mehr als fünf Zitaten fürs Gesamtranking qualifiziert haben, trotzdem gerundet null Punkte erreichen. In der Zusammenrechnung zählten Medien und Politik einfach, die Forschung doppelt. Das bedeutet: Ein Ökonom konnte höchstens 1000 Punkte erreichen, was bedeuten würde, dass er der einflussreichste Ökonom in allen drei Säulen war.

          Das Universitäten- und Instiuteranking

          Für das Universitäten- und Institute-Ranking zählten wir die Punkte aller Mitarbeiter der Institutionen zusammen. Dabei messen wir den Einfluss der Universitäts- und Institutsmitglieder in Summe. Es geht nicht darum, wer am effizientesten je Mitarbeiter ist. Wie groß die Institute und Universitäten sind, das berücksichtigen wir nicht.

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