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F.A.Z.-Rangliste : Deutschlands Ökonomen-Rat kommt aus München

Eine Studentin verfolgt eine Vorlesung im Audimax der LMU. Bild: dapd

Die Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU) hat die einflussreichsten Ökonomen Deutschlands. Berliner Universitäten und Institute kommen nicht ran.

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          Die Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU) hat die einflussreichsten Ökonomen Deutschlands. In unserer diesjährigen Einflussrangliste der Ökonomen steht die LMU knapp an der Spitze – nicht nur, weil in München der Ranglisten-Erstplazierte Hans-Werner Sinn lehrt. Auch mehrere seiner Kollegen vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung bringen einflussreiche Stimmen an die Universität.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Auf Rang zwei folgt die Universität Zürich, die von ihrem Starprofessor Ernst Fehr profitiert, dem Verhaltensökonomen, der sich in diesem Jahr in der Einzelwertung an Rang zwei gesetzt hat. Die Universität Mannheim wiederum steigt vor allem mit Clemens Fuest, dem Leiter des ortsansässigen Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), auf Rang drei. Doch Fuest wird schon im März nächsten Jahres ans Ifo-Institut in München wechseln, wenn Sinn dort in den Ruhestand geht.

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          Kurz vor Sinns Pensionierung hat das Ifo-Institut den ersten Rang unter den Instituten erobert. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin fällt auf Rang zwei zurück. Zwar hat sich sogar ein DIW-Forscher mehr für das F.A.Z.-Ranking qualifiziert als im vergangenen Jahr, doch innerhalb der Rangliste ist mancher DIW-Forscher zurückgefallen, allen voran DIW-Präsident Marcel Fratzscher, der seinen zweiten Rang nicht halten konnte und auf Rang drei fiel. Das ZEW liegt in der Institute-Liste auf dem dritten Rang.

          Zwei Neueinsteiger in der Institute-Liste leben vor allem davon, dass sich Direktoren in diesem Jahr für das Gesamtranking qualifiziert haben: Bruno Frey am Crema (Zentrum für Volkswirtschafts-, Management- und Kunstforschung) in Zürich hat in diesem Jahr genug Medieneinfluss in Deutschland, um in unserer Rangliste berücksichtigt zu werden. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung profitiert von der Plazierung seines Direktors Gustav Horn, der dieses Jahr knapp genügend Resonanz in der Wissenschaft gefunden hat, um aufgenommen zu werden.

          Die Rangliste wird zusammen mit der Universität Düsseldorf, der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften in Kiel, dem Medienforschungsinstitut Mediatenor, dem Verein Econwatch für wissenschaftliche Politikberatung und dem Fachverlag Elsevier erstellt. In der Schweiz veröffentlicht die „Neue Zürcher Zeitung“ ein eigenes Ranking nach unserem Schema, in Österreich „Die Presse“.

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