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F.A.Z.-Ökonomenranking : So entstand die Rangliste der Wirtschaftsforscher

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Um zu Deutschlands wichtigsten Ökonomen zu gehören, muss ein Wirtschaftsforscher in mindestens zwei Feldern Resonanz vorweisen können: in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit, also in Politik und Medien.

          Die Medien

          Das Schweizer Institut Media Tenor hat für uns analysiert, wie häufig welche Ökonomen in den vergangenen zwölf Monaten in den Medien mit fachlichen Einschätzungen genannt wurden. Dazu musste das Zitat auf rund fünf Zeilen ausgeführt sein. 110 festangestellte Experten durchkämmten nicht nur die Ressorts Wirtschaft und Politik in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch einige Fernsehsendungen in öffentlich-rechtlichen Sendern und die 7-Uhr-Nachrichten im Deutschlandfunk.

          Die volle Liste: F.A.Z., Die Welt, Süddeutsche, Fr. Rundschau, taz, Bild-Zeitung, ARD Tagesschau und Tagesthemen, ZDF Heute und Heute Journal, Bericht aus Berlin, Berlin direkt, Fakt, Frontal 21, Kontraste, Monitor, Panorama, Plusminus, Report (BR), Report (SWR), WISO, Die Zeit, Focus, Spiegel, FAZ Sonntagszeitung, Welt am Sonntag, Handelsblatt, Wirtschaftswoche, Capital, Manager Magazin sowie die 7-Uhr-Nachrichten des Deutschlandfunks.

          Zum Medien-Ranking.

          Die Politik

          „Den Rat oder die Publikationen welcher Ökonomen schätzen Sie am meisten für Ihre Arbeit?“ - Diese Frage stellten die Universität Düsseldorf und die Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften in einer Umfrage den Bundestags-Abgeordneten und hochrangigen Mitarbeitern von Bundesministerien, die mit wirtschaftlichen Fragen zu tun haben (Referatsleiter oder höher). 321 Teilnehmer beteiligten sich an der ganzen Umfrage, 111 beantworteten die Frage nach den Ökonomen. Sie konnten bis zu fünf Namen nennen. Der erstgenannte bekam 5 Punkte, der fünftgenannte einen.

          Zum Politik-Ranking.

          Die Wissenschaft

          Hier zählt der so genannte h-Index, entwickelt von Jorge Hirsch, der die Produktivität und den Einfluss eines Forschers misst. Ein h-Index von 13 bedeutet: Der Forscher hat 13 Artikel in begutachteten Zeitschriften veröffentlicht, die je mindestens 13 Mal zitiert wurden. Diesen Index hat der Fachverlag Elsevier aus seiner Forschungsdatenbank Scopus berechnet. Scopus ist die größte Zitat- und Abstractdatenbank der Welt mit 21.000 Zeitschriften, darunter viele europäische. Ökonomen, die oft Beiträge in Büchern oder in Zeitschriften ohne unabhängige Gutachter veröffentlichen, stehen in dieser Rangliste allerdings nicht weit oben. Für dieses Ranking berücksichtigte Elsevier Zeitschriften-Jahrgänge von 1996 bis 2012 auf dem Datenstand zum 1. Mai dieses Jahres, so dass wir den Einfluss aus jüngerer Zeit messen. Zudem wurden die Autorendaten noch einmal extra für dieses Ranking auf Doppeleinträge geprüft, so dass wir unterschiedliche Einträge des selben Autors für dieses Ranking zusammenführen konnten.

          Zum Forschungs-Ranking.

          Die Gesamtwertung

          Wer in Medien oder Politik mindestens einmal genannt wurde und zudem mindestens einen h-Index von 1 aufwies, wurde in die Gesamtwertung aufgenommen - sofern er an einer Institution in Deutschland, Österreich oder der Schweiz arbeitet. Das waren rund 280 Ökonomen. Für jeden dieser 280 Ökonomen wurde sein Rang nach h-Index, Medienzitaten und Umfragepunkten gebildet und der Mittelwert gebildet. Dabei zählten Medien und Politik einfach, die Forschung doppelt.

          Zum Gesamt-Ranking.

          Institute und Universitäten

          Für das Institute- und Universitätenranking erhielt der Höchstplatzierte die Punktezahlvon 280, der Zweitplatzierte 279 und so weiter. Dann wurden die Punkte der Personen an Instituten oder Universitäten zusammengezählt.

          Zu den Rankings der Institute und Universitäten.

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