https://www.faz.net/-gqe-7uq3v

Ökonomenranking 2014 : Gefragter Ökonomen-Rat aus München und Berlin

An der Ludwig-Maximilians-Universität in München lehrt auch unser Ranking-Sieger Hans-Werner Sinn. Bild: dpa

Deutschlands einflussreichste Ökonomen lehren in München - und forschen in Berlin.

          Deutschlands einflussreichste Ökonomen lehren an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie führt die Universitätswertung der diesjährigen Einflussrangliste der Ökonomen mit großem Abstand an - nicht nur weil dort Hans-Werner Sinn lehrt, der Erstplazierte des F.A.Z.- Ökonomenrankings. Auch mehrere seiner Kollegen vom ifo-Institut für Wirtschaftsforschung bringen gewichtige Stimmen an die Universität.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Auf Rang zwei der Uni-Rangliste steht die TU Berlin. Ihre Punkte stammen zum Beispiel von Gert Wagner, der am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) lehrt, und vom einflussreichen Klimaökonomen Ottmar Edenhofer. Bei den Berliner Universitäten macht sich bemerkbar, dass die Ökonomen des DIW ihre Vorlesungen auf die unterschiedlichen Berliner Hochschulen verteilen.

          Die Universitäten mit den einflussreichsten Ökonomen
          Rang Universität Punkte
          1 LMU München 1795
          2 TU Berlin 758
          3 Universität Bochum 620
          4 HU Berlin 601
          5 Universität Köln 562
          6 Universität Duisburg-Essen 521
          7 Universität Mannheim 507
          8 Universität Freiburg 484
          9 Universität Bonn 438
          10 Universität Linz 352
          11 Universität Frankfurt 291
          12 Universität Kiel 264
          13 Universität Würzburg 253
          14 Hertie School of Governance 232
          15 Universität Siegen 219
          16 Universität Mainz 219
          17 Universität Münster 167
          18 Universität Sankt Gallen 156
          19 FU Berlin 148
          20 Universität Düsseldorf 109
          Quelle: F.A.Z.

          Insgesamt hat nämlich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung noch einige Punkte mehr errungen als das Münchener ifo-Institut. Das DIW leitet nicht nur der Zweitplazierte der Einzelwertung, Marcel Fratzscher. Es haben sich auch acht weitere Mitarbeiter des Instituts für unsere Rangliste qualifiziert - so viele wie von keinem anderen Institut. Die Leibniz-Forschungsgemeinschaft wird sich freuen, schließlich gehören ihr sogar die ersten vier Institute an: auf Rang drei das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, dahinter das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen.

          Dahinter stehen zwei Institute, die jeweils von den hohen Bewertungen ihres Direktors auf ihren Rang gebracht werden: das Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb mit Dietmar Harhoff (auch LMU) und das Walter-Eucken-Institut, das Lars Feld, Mitglied des Sachverständigenrates, leitet.

          Bemerkenswert ist auch, dass sich das staatliche Thünen-Institut, das über Forst- und Landwirschaft sowie Fischerei forscht, abermals in der Rangliste bemerkbar macht. Einige seiner Mitglieder haben konstanten Einfluss unter Abgeordneten und Ministerialbeamten.

          Die Institute mit den einflussreichsten Ökonomen
          Rang Institut Punkte
          1 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung 1416
          2 Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung 1315
          3 Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung 534
          4 RWI Essen 531
          5 Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb 387
          6 Walter-Eucken-Institut 342
          7 Potsdam Institute for Climate Impact Research 311
          8 Max-Planck-Institut für Gemeinschaftsgüter 257
          9 IfW Kiel 240
          10 MPI für Steuerrecht und öffentliche Finanzen 220
          11 Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik 208
          12 IZA Bonn 192
          13 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 133
          14 Thünen-Institut 117
          15 DICE 109
          16 Center for Financial Studies 105
          17 HWWI 103
          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Die Ukraine hat Mut gezeigt Video-Seite öffnen

          Merkel und Poroschenko : Die Ukraine hat Mut gezeigt

          Angela Merkel hat den ukrainischen Präsidenten Petro Oleksijowytsch Poroschenko in Berlin empfangen. Die Kanzlerin würdigte die engen Beziehungen zur Ukraine und bekräftigte, dass Deutschland weiter fest an der Seite des Landes stehe.

          Topmeldungen

          FDP-Generalsekretärin Nicola Beer (l.)  und Katja Suding unterhalten sich mit dem Parteivorsitzenden Christian Lindner in Berlin Ende Januar.

          Ziele statt Quoten : So will die FDP weiblicher werden

          Die Liberaldemokraten wollen für die eigene Partei ein „Anreizmodell“ einführen, um den Frauenanteil zu erhöhen, der momentan bei knapp 22 Prozent liegt. Unternehmen sollen härtere Berichtspflichten auferlegt werden.
          Der CSU-Politiker und EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber

          Vorstoß gegen Nord Stream 2 : Berlin taucht ab

          Nach der klaren Positionierung von Manfred Weber gegen Nord Stream 2 will die Bundesregierung eines der brisantesten europäischen Bauvorhaben als bloßes „unternehmerisches Projekt“ darstellen. Aber ganz so leicht wird das nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.