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Die Geschichte des Geldes : Von der Muschel zum Papier

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Unpraktisch, aber wertbeständig: Steingeld
          4 Min.

          Mit dem Geld hat es eine eigenartige Bewandtnis. Einerseits betrachten wir es als Inbegriff des Reichtums und der Macht. Geld regiert die Welt, wie der Volksmund sagt. Gleichzeitig galt das Geld aber auch immer schon als eine Wurzel wirtschaftlichen Übels. So merkte etwa Cicero an, dass "Gelder die Lebenskraft des Krieges sind". Selbst heute sagen wir, dass Geld den Charakter verdirbt. Wenn es aber solch negative Auswirkungen hat, wieso gibt es dann Geld überhaupt?

          Der Grund ist der offensichtliche Vorteil des Geldes. Wenn der Schuster ein Hemd braucht, muss er eben nicht erst einen Schneider finden, der ihm im Tausch seine Schuhe abkaufen will. Und er braucht seine Ware auch nicht erst zu einer Tauschbank zu bringen oder bei einer zentralen Lenkungsstelle abzuliefern. Stattdessen verkauft er sie einfach gegen Geld und erwirbt damit zu einem beliebigen Zeitpunkt das, was er selber benötigt. In der Tat sind dezentrale, arbeitsteilige Wirtschaftsprozesse, wie sie Grundlage unseres Wohlstandes sind, kaum ohne Geld denkbar.

          Dieser Vorteil des Geldes ist schon in uralten Zeiten entdeckt worden. Selbst primitivste Wirtschaften haben es deshalb verwendet. Anfangs handelte es sich dabei um nützliche Gegenstände wie Muscheln, Pfeilspitzen oder auch Salz, die leicht zu transportieren, aufzubewahren und abzuzählen waren. Außerdem mussten sie natürlich allgemein als werthaltig anerkannt werden, jedenfalls im jeweiligen Verbreitungsgebiet.

          Der sagenhafte König Krösus

          Mit zunehmendem Warenhandel wurde dieses sogenannte Warengeld durch Münzen abgelöst, die ausschließlich Geldfunktion hatten. Das erste Geld, einfache Goldklumpen, wurden von den Lydern im 7. Jahrhundert v. Chr. geschlagen und unter ihrem sagenhaften König Krösus (um 590 - 541 v. Chr.) wurden die ersten einheitlichen Münzen geprägt. Nach und nach verbreiteten sich Münzen dann über den gesamten Mittelmeerraum. Die Römer prägten ihre Münzen im Tempel der Göttin Moneta, woher der Begriff Moneten stammt. Der Vorteil der Münzen gegenüber dem Warengeld lag darin, dass sie ein festgelegtes Gewicht hatten. Damit konnten sie beim Bezahlen einfach abgezählt statt umständlich gewogen werden. Bei den sogenannten Kurantmünzen entsprach ihr Wert genau dem in ihnen enthaltenen Silber- oder Goldgewicht. Später kam man darauf, dass das eigentlich gar nicht notwendig ist. Denn solange die Münzen nicht stärker vermehrt werden, als die gehandelte Gütermenge steigt, bleiben sie auch so hinreichend knapp und damit werthaltig. Heute haben wir es deswegen praktisch ausschließlich mit sogenannten Scheidemünzen zu tun, deren Wert deutlich höher als ihr Metallgehalt ist.

          Naturgemäß ist es bei den Münzen auch vielfach zu Betrügereien ("Kipper und Wipper") gekommen. Ein Beispiel dafür war der sprichwörtliche rote Heller. Er war unter Kaiser Friedrich Barbarossa im 12. Jahrhundert ursprünglich als reine Silbermünze in (Schwäbisch) Hall geprägt worden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er aber immer schlechter in Bezug auf Schrot (Gewicht) und Korn (Edelmetallgehalt). Insbesondere ersetzte man den Silberanteil zunehmend durch Kupfer. Das gab der Münze eine immer rötlichere Farbe und machte sie schließlich zum Inbegriff der Wertlosigkeit.

          Papiergeld geht auf den Wechsel zurück

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