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China überholt Brasilien : Drei-Schluchten-Staudamm erzielt Weltrekord bei Stromproduktion

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Der Drei-Schluchten-Staudamm, hier noch in der Bauphase im Jahr 2006, hat nun einen Weltrekord erzielt. Bild: AP

Der Drei-Schluchten-Staudamm hat im Jahr 2014 die größte Menge an Strom aus Wasserkraft produziert. Doch es gibt auch Kritik von Umweltschützern.

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          Der Drei-Schluchten-Staudamm in China hat nach eigenen Angaben den Spitzenplatz bei der weltweiten Produktion von Wasserkraft eingenommen: Der am Jangtse-Fluss gelegene Staudamm habe 2014 die weltweit größte Menge an Hydroenergie erzeugt, teilte die Betreibergesellschaft China Three Gorges Corporation laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Xinhua von Donnerstagabend mit. Demnach wurden in der riesigen Anlage in der Provinz Hubei im vergangenen Jahr 98,8 Milliarden  Kilowattstunden Strom erzeugt. Bislang hatte der Itaipu-Staudamm in Südamerika die größte Menge an Wasserkraft erzeugt.

          Die 32 Turbinen des chinesischen Staudamms haben zusammengenommen eine Kapazität von 22,5 Millionen Kilowatt - ein Drittel mehr als der von Brasilien und Paraguay betriebene Itaipu-Staudamm am Paraná-Fluss und so viel wie rund 15 moderne Atomreaktoren. Laut Xinhua müssten 49 Millionen Tonnen Kohle verbrannt werden, um die Strommenge zu erhalten, die der Drei-Schluchten-Staudamm 2014 produzierte.

          Gigantische Wassermassen strömen aus dem Drei-Schluchten-Staudamm. Bilderstrecke
          Gigantische Wassermassen strömen aus dem Drei-Schluchten-Staudamm. :

          China ist der größte Produzent von Treibhausgasen weltweit und verbraucht etwa die Hälfte der weltweit produzierten Kohle. Obwohl Hydroenergie zu den regenerativen Energien zählt, kritisieren Umweltschützer den Drei-Schluchten-Staudamm. Sein Bau war ein erheblicher Eingriff in das Ökosystem des Jangtse. 1,4 Millionen Menschen mussten wegen des Großprojekts zwangsumgesiedelt werden. Die erste Turbine des Drei-Schluchten-Staudamms wurde 2003 in Betrieb genommen, seine volle Kapazität hat die Anlage  seit 2012.

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