https://www.faz.net/-gqe-74ktk

Carmen Reinhart : Die Krisenökonomin

  • Aktualisiert am

Carmen Reinhart Bild: Bloomberg

Als alle Welt in der Finanzkrise den Untergang der Welt kommen sah, blieb Carmen Reinhart gelassen. Sie hatte gute Gründe.

          Als alle Welt in der Finanzkrise den Untergang der Welt kommen sah, blieb Carmen Reinhart gelassen. Sie wusste: Es würde auch wieder aufwärtsgehen. Und als den Leuten die Erholung nicht schnell genug ging, war sie ebenfalls nicht überrascht. Nach Finanzkrisen bleibt die Wirtschaft eben auf Jahre hinaus mau. Das hatte Reinhart zusammen mit ihrem Kollegen Kenneth Rogoff schon einige Jahre vor der Finanzkrise ausgerechnet.

          In mühseliger Kleinarbeit hatten die beiden die wesentlichen Merkmale von rund 250 Finanzkrisen seit dem 13. Jahrhundert zusammengestellt. Ihre Lehren sind einfach: Kredit ist gefährlich, auch wenn die Menschen das in der Blütezeit der Wirtschaft nicht wahrhaben wollen. Dann singen sie den Refrain der Finanzkrisen: „Dieses Mal ist alles anders.“

          Wenn die Wirtschaft dann zusammenbricht, ist das schlimmer als eine herkömmliche Rezession. Die Erholung dauert lang - nach dem Zweiten Weltkrieg im Durchschnitt viereinhalb Jahre, bis nur die Wirtschaftsleistung vor der Krise wieder erreicht war. In Amerika hat das nach der Finanzkrise knapp vier Jahre gedauert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.