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0,4 Prozent : Etwas weniger Wirtschaftswachstum in der Währungsunion

  • Aktualisiert am

Eine Zwei-Euro-Münze in der Nahaufnahme zeigt die Staaten der Eurozone. Bild: dpa

Die Konjunktur im Euroraum hat sich etwas abgekühlt. Gute Nachrichten gibt es hingegen vom Arbeitsmarkt.

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          Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn etwas abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch laut einer ersten Schnellschätzung mit. Im vierten Quartal 2017 war die Wirtschaft noch um 0,7 Prozent gewachsen. Volkswirte hatten mit der Abschwächung gerechnet.

          Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal hingegen um 2,5 Prozent. Auch dies war erwartet worden. Im Vorquartal hatte das Wachstum noch 2,8 Prozent betragen.

          Experten verweisen auch auf das schlechte Wetter. Dies dürfte vor allem die Bauproduktion belastet haben. „Neben Sondereffekten wie der kalten Witterung im März dürfte vor allem die spürbare Aufwertung des Euro gebremst haben“, sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil. Die Aufwertung des Euro habe die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen belastet. Weil erwartet auch in den kommenden Monaten nur ein moderates Wachstumstempo.

          Ebenfalls den Erwartungen entsprechend, ist die Arbeitslosenquote in der Eurozone laut Eurostat im März unverändert geblieben. Mit 8,5 Prozent oder 13,8 Millionen Unbeschäftigten war sie zuletzt nur im Dezember 2008 niedriger gewesen. Infolge der Euro-Krise betrug die Arbeitslosenquote im Jahr 2013 noch mehr als 12 Prozent. Volkswirte sehen trotz der Entspannung weiterhin große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. So weisen Griechenland mit 20,6 Prozent und Spanien mit 16,1 Prozent die höchste Arbeitslosenquote auf. Nach gleicher Berechnungsart beträgt der Wert in Deutschland 3,4 Prozent.

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