Wirtschaftsspionage :
Ingenieursverband: „100 Milliarden Euro Schaden“

Lesezeit: 1 Min.
Der Ingenieursverband ist alarmiert: Die Schäden durch Wirtschaftsspionage in Deutschland seien dramatisch. Deutsche Unternehmen würden mindestens 100 Milliarden Euro pro Jahr verlieren, schätzt der Verband.

Die Schäden durch Wirtschaftsspionage in Deutschland werden nach Ansicht des Ingenieursverbandes VDI von den Behörden dramatisch unterschätzt. „Der Bundesinnenminister schätzt den jährlichen Schaden auf 50 Milliarden Euro“, sagte der neue VDI-Chef Ralph Appel der Zeitung „Rheinische Post“ (Montagausgabe).

Er halte diese Zahl für viel zu niedrig. „Ich gehe davon aus, dass der Schaden, der deutschen Unternehmen durch Wirtschaftsspionage entsteht, mindestens 100 Milliarden Euro pro Jahr beträgt“, ergänzte der Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Erst kürzlich hatte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen die Schadensschätzung von 50 Milliarden Euro als plausibel bezeichnet. Er verwies auf Angaben des Industrieverbandes BDI.