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Zeitarbeit : Nichts gewusst

Unternehmen sollen Leiharbeiter nur noch für maximal eineinhalb Jahre einsetzen dürfen. Händeringend suchen Firmen jetzt nach Lösungen und Tricks. Das könnte sich zu einem Bumerang entwickeln.

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          Not macht erfinderisch. Nur wenig fürchten Unternehmen derzeit mehr, als dass ihnen ein jahrelanger Dauereinsatz von Zeitarbeitern vor dem Arbeitsgericht auf die Füße fällt. Denn die Konsequenzen können harsch ausfallen: Im schlimmsten Fall werden die Arbeitgeber verdonnert, die Leiharbeitnehmer als eigene Mitarbeiter zu übernehmen – wie im Fall des Autoherstellers Daimler.

          Es wundert deshalb nicht, dass Unternehmen derzeit händeringend nach Lösungsmöglichkeiten suchen, um auch in Zukunft billige Arbeitskräfte flexibel einsetzen zu können. Allerdings überrascht schon, mit welcher Chuzpe sie dabei vorgehen. Vieles spricht dafür, dass auch die Personaldienstleister der Deutschen Telekom ihrer arbeitsrechtlichen Kreativität freien Lauf gelassen haben.

          Das allerdings könnte sich zum Bumerang entwickeln. Inzwischen müsste sich rumgesprochen haben, dass Gerichte nicht darauf schauen, was in einem Arbeitsvertrag steht, sondern wie er umgesetzt wird. Das sollte auch die Deutsche Telekom kümmern: Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, hilft es in der öffentlichen Wahrnehmung auch nicht, dass der Konzern als Auftraggeber von nichts gewusst haben will.

          Corinna Budras

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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