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Höchster Stand seit 2006 : Deutschland baut so viel wie lange nicht

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Kein Neubau, aber trotzdem begehrt: Wohnhäuser im Rheingauviertel in Wiesbaden. Bild: Frank Röth

Der Wohnungsbau in Deutschland brummt. Immer noch entstehen aber viel weniger neue Wohnungen als nach Ansicht mancher Experten nötig sind.

          Der Wohnungsbau in Deutschland boomt wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr, bleibt aber weit hinter dem vorausgesagten Bedarf zurück. Im vergangenen Jahr 2015 seien 247.700 Wohnungen fertiggestellt worden. Das sind 1 Prozent oder 2400 Wohnungen mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

          „Die 2011 begonnene positive Entwicklung setzte sich somit auch im Jahr 2015 fort“, erklärten die Statistiker. „Eine höhere Zahl an fertiggestellten Wohnungen hatte es zuletzt 2006 gegeben.“ Damals waren es 255.600.

          Trotz des Booms wird allerdings nach verschiedenen Schätzungen immer noch zu wenig gebaut. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) etwa und die Immobilienwirtschaft gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 jährlich zwischen 350.000 und 400.000 neue Wohnungen erforderlich sind, um den auch durch den Flüchtlingszuzug erhöhten Bedarf zu decken.

          Dafür wollen die Politiker Anreize schaffen: Um den Mietwohnungsbau zu fördern, plant die Bundesregierung zum Beispiel Vergünstigungen bei der Steuer in Milliardenhöhe, die im Bundestag aber auf Eis liegen.

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