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Wiederverheiratete : Katholische Kirche will offenbar Arbeitsrecht lockern

  • Aktualisiert am

Bischöfe in Fulda Bild: dpa

Die Wiederheirat nach einer Scheidung ist in der katholischen Kirche bislang ein Kündigungsgrund. Nun beraten die Bischöfe laut einem Medienbericht über einen Änderungsvorschlag.

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          Die katholische Kirche in Deutschland plant einem Zeitungsbericht zufolge eine Lockerung ihres Arbeitsrechts. Eine automatische Kündigung von Geschiedenen, die eine neue Ehe eingehen, solle künftig nicht mehr vorgesehen sein, berichtete die „Rheinische Post“ aus Düsseldorf am Samstag. Die Zeitung berief sich dabei auf einen Änderungsvorschlag für die „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ in den deutschen Bistümern.

          Die Wiederheirat nach Scheidung solle nur noch Kündigungsgrund sein, „wenn dieser nach den konkreten Umständen objektiv geeignet ist, ein erhebliches Ärgernis in der Dienstgemeinschaft oder im beruflichen Wirkungskreis zu erregen und dadurch die Glaubwürdigkeit des kirchlichen Dienstes zu beeinträchtigen“, hieß es. Nach aktueller Grundordnung kann demnach von einer Kündigung nur „ausnahmsweise“ abgesehen werden, „wenn schwerwiegende Gründe des Einzelfalles diese als unangemessen erscheinen lassen“.

          Der Vorschlag sei das Ergebnis von Beratungen einer Arbeitsgruppe unter Leitung des ehemaligen Freiburger Erzbischofs und früheren Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sowie des Verbands der Diözesen Deutschlands, schrieb die „Rheinische Post“. Er solle für alle katholischen Arbeitgeber gelten, auch für Krankenhäuser und die Caritas. Die meisten Stellungnahmen der Diözesen zu dem Entwurf seien positiv. Bis zum 24. November solle ein abschließender Entwurf vorliegen.

          Wie die katholische Kirche mit Menschen umgeht, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben, ist auch eines der Themen der Bischofssynode, die an diesem Sonntag von Papst Franziskus im Vatikan eröffnet wird. Zwei Wochen lang diskutieren 191 Kirchenobere über die katholische Lehre zu Familie und Sexualmoral. Sie werden auch von Laien beraten. Im Vorfeld trafen bereits unterschiedliche Ansichten der Bischöfe aufeinander. Aus Deutschland nehmen der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und die Berliner Familienberaterin Ute Eberl teil.

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