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Weniger als 1,25 Dollar am Tag : 1,4 Milliarden Menschen leben in bitterer Armut

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Auf einer Müllhalde in Bombay

Auf einer Müllhalde in Bombay Bild: AP

Die Armut in den Entwicklungsländern ist größer als bisher angenommen. Gleichwohl bringt der Kampf gegen Not und Elend in der Welt Erfolge hervor. Zu dieser Einschätzung gelangt die Weltbank in Washington nach der Auswertung neuer, verbesserter Daten.

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          Die Armut in den Entwicklungsländern ist größer als bisher angenommen. Gleichwohl bringt der Kampf gegen Not und Elend in der Welt Erfolge hervor. Zu dieser Einschätzung gelangt die Weltbank in Washington nach der Auswertung neuer, verbesserter Daten. Demnach mussten im Jahr 2005 rund 1,4 Milliarden Menschen mit weniger als 1,25 Dollar am Tag auskommen.

          Auf diesen Betrag - von 1 Dollar am Tag - hat die Weltbank ihre Definition von bitterer Armut angehoben. Einer früheren Schätzung zufolge lebten im Jahr 2004 rund 985 Millionen Menschen von weniger als 1 Dollar am Tag.

          Neue Armutsgrenze

          Die neue Armutsgrenze beruht nach Angaben der Weltbank auf besseren Daten über die Preise in armen Entwicklungsländern. Im längerfristigen Vergleich ist die Zahl der Armen in der Welt gesunken. 1981 hätten rund 1,9 Milliarden oder rund die Hälfte aller Menschen in Entwicklungsländern in Armut gelebt, berichtet das multilaterale Kreditinstitut. Derzeit sei es noch rund ein Viertel.

          "Wir werden vermutlich dennoch das erste der Jahrtausendziele der Entwicklungshilfe erreichen, die Zahl der Menschen, die in bitterer Armut leben müssen, zwischen 1990 und 2015 zu halbieren", sagte Weltbank-Chefvolkswirt Justin Lin. Aber es bedürfe zusätzlicher Anstrengungen, insbesondere in Afrika.

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