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Kommentar : Nun die Sorge-Lücke

  • -Aktualisiert am

Nur jede zehnte Frau mit Kleinkind arbeitet voll. Das will Manuela Schwesig ändern und offenbar den Weg solange mit Gold pflastern, bis sich Eltern auf das überzogene Gleichstellungsideal der Politik einlassen.

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          Zum Weltfrauentag wird deutschen Müttern wieder klar gemacht, wie verkehrt sie leben. Als anzustrebendes, zunehmend verabsolutiertes Gleichstellungs-Ideal gilt eine auf die Stunde genaue Halbierung der Familien- und Berufsarbeit zwischen den Eltern. Davon ist die Wirklichkeit weit entfernt.

          Nur jede zehnte Frau mit Kleinkind arbeitet voll. Viel mehr Zeit als Männer wenden Frauen weiterhin für Erziehung, Pflege, Haushalt und Ehrenamt auf. So hat ein Gutachten für Familienministerin Schwesig jetzt eine unbezahlte „Sorge-Lücke“ von 52 Prozent errechnet. Die SPD-Politikerin, die gerade ihr Gesetz gegen die angebliche Lohn-Lücke der Frauen durchboxt, sieht sich zu neuen Taten aufgerufen. In den Wahlkampf zieht sie mit der Forderung nach staatlich geförderter gleichmäßiger Arbeitszeitverkürzung beider Eltern.

          Im Gutachten finden sich noch teurere Ideen: bezahlter Vaterschaftsurlaub zur Geburt, Anspruch auf Wahl der Arbeitszeit, Anerkennung von Pflegezeiten in der Rente und mehr. Offenbar will man den Weg solange mit Gold pflastern, bis sich Eltern auf das überzogene Gleichstellungs-Ideal der Politik einlassen. Auf Sozialkassen und Unternehmen kommt einiges zu.

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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