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Verdi und die Versicherer : Noch mehr Streiks

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Rund 1000 Erzieher sind gestern vor dem Brandenburger Landtag vorbeigezogen, um für eine Aufwertung ihres Berufes zu demonstrieren. Bild: dpa

Lokführer, Erzieher und Briefträger streiken schon: Nun kündigt Verdi auch Arbeitsniederlegungen in der Versicherungswirtschaft an. Sie beginnen heute und dauern zehn Tage.

          Die nächsten Streiks stehen ins Haus: Nach Lokführern, Erziehern, Briefträgern und Piloten wollen nun Mitarbeiter von Versicherern ihre Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Verdi plant entsprechende Warnstreiks, um im laufenden Tarifstreit mit der Versicherungswirtschaft höhere Gehälter durchzusetzen.

          Von diesem Dienstag an bis zum 22. Mai sollen Angestellte im Innendienst der Versicherer zeitweise streiken, teilte die Gewerkschaft in Berlin mit. Am 22. Mai steht in Hamburg dann die dritte Verhandlungsrunde für die 174.000 Beschäftigten im Innendienst an.

          Arbeitgeber wollen Abschluss für 3 Jahre

          Die Warnstreikwelle beginnt heute in Karlsruhe und Stuttgart. Für Mittwoch ruft die Gewerkschaft Beschäftigte in Hannover, Bremen und München dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen.zum Ausstand auf.

          Das Angebot der Arbeitgeber sei bisher „völlig unzureichend“ und nicht akzeptabel, sagte Verdi-Verhandlungsführer Christoph Meister. Die Arbeitnehmervertreter verlangen 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 160 Euro - bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

          Die Arbeitgeber wollten dagegen einen Abschluss für die kommenden drei Jahre erzielen. Für die ersten sechs Monate bis Oktober sei dabei keine Erhöhung vorgesehen, danach sollen die Gehälter um 1,6 Prozent angehoben. Je ein Jahr später seien Erhöhungen von 1,4 und 1,2 Prozent geplant. Das sei keine Basis für Verhandlungen, erklärte die Gewerkschaft.

          Derweil stellte Verdi in Aussicht, den seit vergangener Woche laufenden unbefristeten Streik in Kindertagesstätten, Schulhorten und anderen Erziehungseinrichtungen auszusetzen. Sobald sich der Chef der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, „aktiv für eine echte Aufwertung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst einsetzt, steht selbstverständlich auch der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske für direkte Gespräche zur Verfügung“, sagte ein Verdi-Sprecher.

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