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Wegen Nordkorea : Trump plant offenbar Sanktionen gegen China

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Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jingping am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg Bild: AP

Nach Meinung von Donald Trump macht China zu viele Geschäfte mit Nordkorea. Deshalb bereitet das Weiße Haus nun anscheinend neue Sanktionen gegen das Reich der Mitte vor.

          Die amerikanische Regierung bereitet aus Unzufriedenheit mit Chinas Einwirken auf Nordkorea Regierungskreisen zufolge neue Sanktionen gegen die Volksrepublik vor. Binnen weniger Wochen könnten neue Strafmaßnahmen gegen kleinere chinesische Banken und andere Firmen verhängt werden, die mit dem abgeschotteten Land Geschäfte machten, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag in Washington.

          Wann die Sanktionen erlassen würden und wie umfangreich sie ausfielen, hänge davon ab, wie stark China bei einem hochrangigen Wirtschaftstreffen beider Länder am kommenden Mittwoch in den Vereinigten Staaten auf die Forderungen nach mehr Druck auf Nordkorea eingehe. „Der Präsident verliert die Geduld mit China“, sagte ein Regierungsvertreter. Das Präsidialamt lehnte jeden Kommentar zu dem Thema ab.

          Präsident Donald Trump hat sich wiederholt unzufrieden mit China Einsatz gegen Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm gezeigt und China unter Hinweis auf gestiegenen Handel zwischen den beiden asiatischen Nachbarn mangelnde Zusammenarbeit vorgeworfen. Nach chinesischen Angaben vom Donnerstag weitete sich der Handel mit Nordkorea im ersten Halbjahr um 10,5 Prozent auf 2,55 Milliarden Dollar aus. Wenige Stunden später sagte Trump in Paris, Chinas Präsident Xi Jinping könnte vermutlich mehr tun. Bei der Pressekonferenz zusammen mit Frankreichs Präsident Macron nannte Trump Nordkorea neben Iran die derzeit größte Bedrohung. Am Dienstag hatte sich China Forderungen Amerikas und Japans verbeten, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben.

          Nordkorea hat entgegen Auflagen der Vereinten Nationen Raketen getestet, die möglicherweise auch das Territorium der Vereinigten Staaten erreichen und Atomsprengköpfe tragen können. Das kommunistische Land hat zudem erklärt, einsatzbereite Atomwaffen zu besitzen. Von Amerika und der Vereinten Nationen verhängte Sanktionen haben die Führung in Pjöngjang nicht von ihrem Kurs abgebracht.

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