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Wall Street : Eine harte Aufsicht ist wichtig

  • -Aktualisiert am

Die Wall Street freut sich auf weniger Regulierung unter Donald Trump. Aber aus der Finanzkrise haben wir gelernt: Mit Selbstregulierung ist die Finanzbranche noch nie gut gefahren.

          Für die dramatisch gestiegenen Aktienkurse der Banken an der Wall Street gibt es viele Gründe. Die wichtigste Ursache ist aber die Aussicht auf eine lockerere Regulierung. Das sorgt für Höhenflüge bei Instituten, deren Geschäft vom 2010 verabschiedeten Finanzmarkt-Reformgesetz stark eingeschränkt wurde.

          Trump hat mit Carl Icahn einen Hedgefondsmanager als Berater in sein Team geholt, der die als Bürde empfundene Regulierung überholen soll. Icahn wird eine wichtige Rolle bei der Neubesetzung der Führung der Börsenaufsicht spielen. Die Kritik an harter Regulierung ist aus Sicht der Banken und von Leuten wie Icahn verständlich. Aber man sollte nicht vergessen, dass eine zu laxe Aufsicht und die chronische Unterbesetzung der Behörden mit zur Finanzkrise des Jahres 2008 beigetragen hat.

          Zudem ist die Liste der Skandale an der Wall Street lang. Mit Selbstregulierung ist die Finanzbranche noch nie gut gefahren. Eine finanziell gut ausgestattete und harte Aufsicht ist wichtig, um das Vertrauen in die Finanzmärkte zu stärken. Das darf nicht vergessen werden, auch wenn die Erinnerung an die Finanzkrise verblasst. Denn es wird nicht die letzte Krise gewesen sein.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

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